MDR-Indendant Udo Reiter konkretisiert Sparpläne

Montag, 19. Juli 2010
Setzt den Rotstift an: Udo Reiter
Setzt den Rotstift an: Udo Reiter

Zum angekündigten Sparprogramm des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) werden erste Details bekannt. Bereits im kommenden Jahr sollen die Ausgaben um etwa zehn Millionen Euro sinken. Dabei sind auch Einschnitte im Programm geplant. Insgesamt muss der MDR bis 2016 rund 115 Millionen Euro einsparen. In einem Schreiben an die Rundfunk- und Verwaltungsräte hat MDR-Intendant Udo Reiter die Sparpläne nun konkretisiert. "Gespart werden soll bei Personal, Verwaltung und Technik ebenso wie bei Hörfunk, Fernsehen und Online", zitiert die dpa aus dem Papier. "Erstmals sind auch größere Abstriche bei den Programmen notwendig", heißt es in dem Brief weiter. 

So werden die Sendungen "Jojo - Das JobJournal" und "Schau ins Land" eingestellt werden. Anstatt bislang sechs Folgen der Krimireihen "Tatort" und "Polizeitruf 110" sollen künftig nur noch fünf Folgen pro Jahr produziert werden. Das Verbindungsbüro in Los Angeles wird aufgegeben, der bestehende Beratervertrag mit dem ehemaligen ARD-Programmdirektor Günther Struve läuft aus.

Im Internet wird eine "Sommerpause" für verschiedenen Angebote erwägt. Im Bereich Hörfunk müssen alle Sender des MDR einen Sparbeitrag leisten, die ARD-Radionacht der Hörbücher soll wegfallen. Auch die Landesfunkhäuser kommen nicht ungeschoren davon: Die Produktion der jährlichen Faschingssendung in Sachsen-Anhalt entfällt, in Thüringen wird die Sendung "Sommergewinn in Eisenach" eingestellt. In Sachsen sollen mehr Beiträge wiederholt werden. Lediglich die Nachrichtensendungen bleiben als öffentlich-rechtliche Kernangebote von den Sparplänen verschont. dh
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