MA Tageszeitungen: Gesamtreichweite sinkt, nationale Blätter legen zu

Mittwoch, 25. Juli 2012
Die überregionalen Tageszeitungen konnten Leser dazugewinnen
Die überregionalen Tageszeitungen konnten Leser dazugewinnen


Die Gesamtreichweite der Tageszeitungen in Deutschland ist weiter rückläufig. Vor allem die regionalen Blätter haben mehrheitlich Reichweite verloren. Überregionale Titel und Kaufzeitungen wie Bild & Co. konnten dagegen Leser hinzugewinnen. Das geht aus den Zahlen der heute veröffentlichten Media-Analyse 2012 Tageszeitungen hervor.

MA 2012 Pressemedien II: Reichweite überregionaler Tageszeitungen (in Millionen Lesern)

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Insgesamt liegt die Reichweite aller Zeitungen in Deutschland aktuell bei 46,8 Millionen Lesern ab 14 Jahren. Exakt zwei Drittel (66,6 Prozent) der Bevölkerung greift täglich zur Zeitung. Bei der MA 2011 waren es noch 48 Millionen bzw. 68,4 Prozent. "Zwei Drittel der deutschsprachigen Bevölkerung lesen täglich Zeitung. Damit behauptet sich die Tageszeitung als Massen- und als Qualitätsmedium - auch wenn die zunehmende Nutzung ihrer Online-Auftritte zu leichten Reichweitenverlusten bei den gedruckten Ausgaben führt",  erklärt Gerhard Müller, Vorstand Tageszeitungen der AG.MA. Regionale Titel werden täglich von 37,4 Millionen Menschen gelesen und müssen damit leichte Reichweitenverluste hinnehmen. Nationale Zeitungen (Reichweite: 4,2 Millionen) und Kaufzeitungen (14,5 Millionen) konnten ihre Reichweite dagegen weiter ausbauen.

Die Reichweitengewinne gehen dabei in erster Linie auf das Konto der "Welt" die im Vorjahresvergleich um zwei Prozent zulegt (Index 102), und der "Süddeutsche Zeitung" mit einem Index von 105. Jeweils elf Prozent Reichweite haben dagegen die "Financial Times Deutschland" und die "Frankfurter Rundschau" eingebüßt. Relativ stabil entwickelte sich die Reichweite von "FAZ" (Index 98), "taz" (Index 97) und "Handelsblatt" (Index 94).

Bei den Kaufzeitungen ist die "B.Z." mit einem Plus von 10 Prozent der größte Reichweitengewinner. Die "Bild" legt um 1 Prozent zu, das größte Minus müssen der Kölner "Express" und die Münchner "Abendzeitung" mit einem Indexwert von jeweils 88 hinnehmen. dh
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