MA Print: Überregionale Tageszeitungen steigern Reichweite / "Welt" und "SZ" gewinnen

Mittwoch, 27. Juli 2011
"Die Welt" legt bei den überregionalen Zeitungen am stärksten zu
"Die Welt" legt bei den überregionalen Zeitungen am stärksten zu

Zwar verlieren die Zeitungen insgesamt an Reichweite, doch das bedeutet nicht für alle Segmente Verluste: Überregionale Abozeitungen gewinnen laut Media-Analyse 2011 Tageszeitungen an Lesern. Insgesamt lesen 48 Millionen der deutschsprachigen Menschen ab 14 Jahren Zeitung. Damit sinkt die Reichweite von 69,6 Prozent (2010) auf 68,4 Prozent. Die überregionalen Abozeitungen werden allerdings von 4,1 Millionen Menschen gelesen – im vergangenen Jahr waren es noch 3,9 Millionen.

Für diese Entwicklung sind vor allem "Die Welt" (Index 118) und die "Süddeutsche Zeitung" (Index 111) verantwortlich. Auch die Wirtschaftsblätter "Handelsblatt" und "Financial Times Deutschland" (beide Index 106) legen zu. "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und "Frankfurter Rundschau" halten sich stabil.

Schlechter sieht es hingegen für die Regionalzeitungen aus: Ihre Reichweite sinkt auf 39,2 Millionen Leser (2010: 40,1 Millionen). Bergab geht es vor allem beim "Nordkurier" (Index 83), dem "General-Anzeiger Bonn" (Index 85), der "Schweriner Volkszeitung" (Index 86) und der "Offenbach-Post" (Index 86). Für positive Ausschläge sorgen die "Mittelbadische Presse" (Index 123) und die "Dresdner Neuesten Nachrichten" (Index 120).

Auch die Kaufzeitungen werden seltener gelesen, ihre Reichweite sinkt auf 14,3 Millionen (2010: 14,8 Millionen). Neben dem Flaggschiff "Bild" mit einem Index von 97 verlieren der "Berliner Kurier" (Index 85), der "Express" (Index 87) und die "Abendzeitung" (Index 89) besonders stark. sw
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