MA Pressemedien: AG.MA räumt methodische Fehler bei der "FAS" ein

Donnerstag, 26. Januar 2012
Die Zahl der FAS-Leser ist wohl höher als von der AG.MA ausgewiesen
Die Zahl der FAS-Leser ist wohl höher als von der AG.MA ausgewiesen

Die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (AG.MA) hat Fehler bei der Reichweitenerhebung der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS) eingeräumt. Durch die Verwendung einer fehlerhaften Titelkarte wurde wahrscheinlich die für die "FAS" ausgewiesene Zahl der Leser negativ beinflusst. Für die Erhebung der Reichweiten führt die AG.MA Interviews mit repräsentativ ausgewählten Personen  - für die MA 2012 Pressemedien I wurden über 38.000 dieser Gespräche geführt. Für die korrekte Identifizierung der Zeitschriften und Zeitungen werden den Probanden dabei sogenannte Titelkarten vorgelegt. Für die aktuelle Studie wurde für die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" allerdings eine fehlerhafte Titelkarte verwendet. "Daher ist davon auszugehen, dass die ausgewiesene Reichweite unrealistisch niedrig ist und nicht die tatsächliche Entwicklung der Leserschaft der F.A.S. widerspiegelt", teilt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" mit.

Tatsächlich überrascht die für die "FAS" ausgewiesene Reichweite: Laut AG.MA sank die Zahl der Leser im Vergleich zur vorangegangenen Erhebung um 180.000 auf aktuell 760.000 Leser - ein Minus von fast 20 Prozent. Dem steht allerdings eine auf zuletzt rund 361.000 Exemplare gestiegene verkaufte Auflage gegenüber. Größere Reichweitenverluste seien daher unplausibel, so die "FAZ".

Die AG.MA hat den methodischen Fehler eingeräumt und wird diesen in der Berichterstattung mit einer Fußnote erläutern. Die fehlerhafte Titelkarte wurde im September 2011 ersetzt. Bei der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" geht man davon aus, dass sich bei der kommenden MA 2012 Pressemedien II ein entsprechender Effekt bemerkbar macht. dh
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