MA Plakat 2012: Reichweite der Out-of-Home-Medien gerät ins Stocken

Mittwoch, 29. August 2012
Mega-Light-Poster erreichen bis zu 43,4 Prozent der Bevölkerung
Mega-Light-Poster erreichen bis zu 43,4 Prozent der Bevölkerung

Die Außenwerbung muss einen leichten Reichweitenrückgang ihrer Medien hinnehmen. Das zeigt die heute veröffentlichte MA 2012 Plakat. Für die Branche sind die Ergebnisse in diesem Jahr allerdings aus einem anderen Grund von besonderer Bedeutung: Erstmals werden sie in der Plakatplanung für 2013 zur Basis der Preisgestaltung. Ab Januar gilt zudem der "Plakatseher pro Stelle (PpS)" als Wert für die Leistung jedes einzelnen Standorts in Deutschland. "Die MA Plakat erfüllt damit die zentrale Forderung der Werbungtreibenden nach einer einheitlichen Währung für den gesamten Prozess - von der Planung bis zum Einkauf von Außenwerbung", sagt Georg Schotten, Vorstand Plakat der AG.MA. Der "PpS" löst ab Januar 2013 endgültig die bisher existierenden Parallelwährungen ab.

Die aktuellen Zahlen bestätigen den Out-of-Home-Medien zwar weitgehend Stabilität, allerdings auch keinen Reichweitenzuwachs. So erreichen Werbungtreibende mit einer Großflächen-Kampagne in Orten ab 20.000 Einwohnern bei einer Vollbelegung 85,2 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren. Im Vorjahr waren es noch 85,6 Prozent. Ganzsäulen sprechen 70,3 Prozent der Bürger an.

Einen leichten Rückgang weist die MA auch für Mega-Light-Poster beziehungsweise City-Light-Boards aus. Die urbanen Werbeträger erreichen bei Vollbelegung in Orten ab 100.000 Einwohner 43,4 Prozent der Bevölkerung - 2011 waren es noch 45 Prozent. In Städten ab 500.000 Einwohnern verzeichnen die Medien bei derselben Belegung ein leichtes Reichweitenplus auf nun 24,8 Prozent.

Gewinne ergeben sich auch für City-Light-Poster. In Orten ab 20.000 Einwohnern liegt die Reichweite bei Belegung des Hauptnetzes bei 67,6 Prozent (Vorjahr: 66,6 Prozent), bei Vollbelegung 74,1 Prozent (Vorjahr 72,4 Prozent).

Die MA 2012 Plakat erfasst die Mobilität von rund 66.000 Personen, rund 13.000 mehr als im Vorjahr, in dem sie die Wege dokumentiert, die die Interviewten an Plakatstellen vorbeigeführt haben. Insgesamt wurden rund 51.000 Menschen telefonisch befragt, rund 15.000 Personen waren eine Woche lang mit einem GPS-Gerät unterwegs, das die Mobilität sekundengenau misst. kl
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