M&A-Geschäft im Verlagswesen zieht an

Donnerstag, 25. November 2010
Axel Bartholomäus
Axel Bartholomäus

Mit dem Anziehen der Werbemärkte kommt auch das Geschäft für Merger & Aquisitions (M&A) wieder in Schwung. „Die Trendwende ist eindeutig eingetreten", sagt Axel Bartholomäus zu HORIZONT.NET. Seine gleichnamige Beratungsfirma erstellt zweimal im Jahr den „Transaktionsmonitor Verlagswesen". Die hohe Unsicherheit, die noch weit ins 1. Halbjahr 2010 hineingereicht hat, führt jedoch dazu, dass die Anzahl der Deals weiter deutlich zurück geht. Herr Bartholomäus, im 1. Halbjahr 2010 war noch keine Trendwende im Merger & Aquisitions-Markt erkennbar. Das gesamtwirtschaftliche Klima hat sich mittlerweile deutlich verbessert. Wirkt sich das auch auf Übernahmen und Verkäufe in der Verlagsbranche aus?
Die Trendwende im 2. Halbjahr ist eindeutig erkennbar. Die Gespräche haben sich spürbar belebt. Das Gesamtjahr 2010 wird allerdings deutlich hinter 2009 zurückbleiben.

Wieso ist das Geschäft so schwach?
Bereits im Krisenjahr 2009 war der Rückgang doch erheblich: Es gab nur 213 Deals nach 261 Transaktionen 2008. M&A ist eine direkte Funktion von Vertrauen. In Zeiten, in denen die Konjunktur so gnadenlos abstürzt, kümmert sich jeder erstmal um sein eigenes Geschäft und darum, ausgebliebene Umsätze durch Kostenmanagement zu kompensieren.

Wie viele Deals gab es bislang 2010?
Im 1. Halbjahr war die Unsicherheit noch sehr hoch, das lässt sich nicht mehr aufholen. Bislang zählen wir erst 177 Transaktionen und der November ist fast vorbei. Das Marktvolumen liegt derzeit bei ungefähr 1,7 Milliarden Euro, 2009 waren es noch 4,2 Milliarden Euro. Interview: pap
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