M. DuMont Schauberg: Titel sollen eigenständig bleiben

Dienstag, 25. August 2009
DuMont äußert sich zu Kooperationsplänen
DuMont äußert sich zu Kooperationsplänen

Konstantin Neven DuMont äußert sich erstmals zu den Plänen, "Berliner Zeitung" und "Frankfurter Rundschau" enger zu verzahnen. Er bestätigte gegenüber der "Süddeutschen Zeitung", dass die Wissenschaftsredaktion künftig in Frankfurt, die Medienredaktion in Berlin sitzen werde. Möglich ist dies durch eine Zusammenarbeit der beiden Zeitungen. Jedes Ressort bleibe aber bestehen. Auch eine engere Zusammenarbeit wie etwa der Aufbau eines Schreiber-Pools werden demnach diskutiert. "Wir wollen dort die besten Autoren bündeln, die dann für alle vier Titel schreiben", sagt DuMont gegenüber der "SZ". Schon jetzt werden Artikel der Verlagseigenen Abo-Zeitungen untereinander ausgetauscht. Jedes Blatt bleibe jedoch eigenständig, so DuMont. Jeder Chefredakteur könne selbst entschieden, welche Artikel des gemeinsamen Pools genutzt werden solle. Vor einem halben Jahr hatte den Kölner Verlag M. DuMont Schauberg unter anderem die Titel "Berliner Zeitung", "Hamburger Morgenpost" und "Berliner Kurier" übernommen". Die Gewerkschaft Verdi kritisiert den Sparkurs des Verlages. Durch die Synergien innerhalb der Verlagsgruppe setze man die Leser-Blatt-Bindung aufs Spiel. "Die Unterstützung von Verdi beim Erhalt der eigenständigen Zeitungen und der Arbeitsplätze ist gewiss", machte Verdi Vize Frank Werneke deutlich. HOR
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