Lycos Europe schlittert wieder in die Verlustzone

Mittwoch, 07. Mai 2003

Das Internetportal Lycos Europe hat nach dem erstmaligen Überschreiten der Gewinnschwelle im 4. Quartal 2002 in der Zeit von Januar bis März 2003 wieder einen Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen in Höhe von 10,9 Millionen Euro eingefahren. Im Jahresvergleich konnte das Ebitda-Ergebnis jedoch um 37 Prozent verbessert werden. Der Fehlbetrag ging von knapp 120 Millionen Euro im 1. Quartal des Vorjahres auf nunmehr 14,7 Millionen Euro zurück.

Dass die Bertelsmann-Tochter weiterhin rote Zahlen schreibt wird unter anderem mit dem eingebrochenen Werbemarkt begründet. Der Rückgang der Werbeeinnahmen um 25 Prozent wird maßgeblich dafür verantwortlich gemacht, dass die Umsätze in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres um 35 Prozent auf knapp 21 Millionen Euro eingebrochen sind. Zudem hätten der Verkauf verlustbringender Tochtergesellschaften sowie der Verlust eines bedeutenden Werbeauftrages der Muttergesellschaft Bertelsmann zur Umsatzreduzierung beigetragen, so das Unternehmen. Um 77 Prozent auf 4,8 Millionen Euro zugelegt haben dagegen die Umsätze in dem Geschäftsfeld Paid Content und dem Online-Handel.

Christoph Mohn, CEO bei Lycos Europe, will in Zukunft die kostenpflichtigen Services in den Mittelpunkt der Unternehmensstrategie rücken. In drei bis fünf Jahren sollen die Umsätze auf 100 Millionen Euro ansteigen. "Wir sehen uns auf einem guten Weg, unser strategisches Ziel zu erreichen", so Mohn. mas
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