Luxus-Magazin Rich meldet Insolvenz an

Freitag, 07. Dezember 2007
Rich geht die Kohle aus
Rich geht die Kohle aus

Das erst im September gestartete Luxus-Magazin "Rich" steht vor dem Aus. Nach dem Ausfall von Investorenzusagen wurde nun die Insolvenz beantragt.

"Die Entwicklung ist insbesondere deshalb dramatisch, weil die Markteinführung erfolgreich verlaufen ist und Rich bereits in Kürze ein wirtschaftlicher Erfolg hätte werden können. Für einen Käufer bietet sich nun die Chance, die hohen Bekanntheitswerte und Vorlaufinvestitionen zu nutzen", erklärt Christian Geltenpoth, Geschäftsführer von Rich Germany in Nürnberg. Ziel sei es, in den nächsten Tagen ein Bieterverfahren einzuleiten, um einen nationalen oder internationalen Verlagspartner zu finden. Dabei soll die Gesellschaft und mit ihr das Magazin weiter bestehen bleiben.

Der neue Vertragspartner könne, "unter Ausschöpfung möglicher Synergiepotenziale - insbesondere im Anzeigenverkauf" - innerhalb weniger Monate den Break-Even erreichen. Das Magazin, das unter der Regie von Verleger Geltenpoth und den Chefredakteuren Christian Müller und Andreas Wrede geführt wird, wird gratis an vermögende Haushalte verteilt. Es finanziert sich über Anzeigen.

"Rich" war als internationales Konzept angelegt. Im Mai 2008 sollte das Magazin auch in Österreich und voraussichtlich in der Schweiz starten, ebenso waren Launches in Russland, China und England geplant.
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