Londoner Regierung verbietet Übernahme von Manchester United durch BSkyB

Montag, 12. April 1999

Großbritanniens Industrieminister Stephen Byers hat die geplante Übernahme des Fußballklubs Manchester United durch den britischen Privatsender BSkyB untersagt. Für den erfolgreichsten Klub Englands hatte der Sender, an dem der australische Medienmogul Rupert Murdoch 40 Prozent der Anteile hält, 623 Millionen Pfund geboten. Nach Bekanntgabe der Entscheidung büßten die Aktien von Manchester United Punkte ein. Byers begründete die Entscheidung damit, daß mit der Übernahme von Manchester United der Wettbewerb bei Übertragungsrechten eingeschränkt und BSkyB einen unfairen Vorteil gegenüber anderen TV-Stationen erlangen würde. Der Graben zwischen reichen und armen Klubs würde sich vertiefen, was nicht im Interesse des Sports liege. Murdoch zeigte sich in einem Interview angesichts der Entscheidung enttäuscht. „Aber wir werden jetzt keinen heiligen Krieg oder so etwas gegen die Regierung führen", so Murdoch. Zu seinem Besitz zählen in Großbritannien unter anderem auch die Zeitungen „Times" und „Sun".
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