Lokalzeitungen testen gemeinsame Kombi

Montag, 13. Februar 2006

Mehr als 50 der 83 im Verband deutscher Lokalzeitungen (VDL) zusammengeschlossenen Verlage wollen mit einer gemeinsamen Anzeigenkombi auf Kundenfang gehen. Die vom Verband vermarktete "Lokalpresse-Belegungseinheit" erzielt eine Aufalge von über 800.000 Exemplaren, kündigt VDL-Geschäftsführer Martin Wieske in Berlin an. Der Test läuft in den nächsten Wochen an und ist zunächst auf ein Jahr befristet. Die dem VDL angehören Zeitungen erreichen eine verkaufte Auflage zwischen 2000 und 90.000 Stück. Im vergangenen Jahr mussten sie einen vergleichsweise starken Rückgang bei den Anzeigen hinnehmen. Das Minus bei den Zeitungen mit einer Auflage bis 100.000 Exemplaren lag bei 2 Prozent - insgesamt waren die Zeitungen um 1,4 Prozent unter Vorjahresniveau. "Die lokalen Zeitungen haben die schwierige Situation zufriedenstellend gemeistert", sagt VDL-Vorstandsvorsitzende und Verlegerin Inken Boyens.

Vor allem das wichtige Geschäft mit den lokalen Anzeigen ist 2005 zurück gegangen. Überregionale Anzeigen und Reiseanzeigen legten dagegen zu. In diesem Jahr will Wieske für seine Mitglieder vor allem das Volumen an öffentlichen Anzeigen ausweiten. "Bei der Mediaplanung muss die Regierung auch lokale Zeitungen berücksichtigen", fordert Wieske. pap

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