Liberty will Premiere World im Kabel vermarkten

Donnerstag, 31. Januar 2002

Nachdem Liberty sein Vorhaben, bei Kirchs Premiere World einzusteigen, aufgegeben hat, will der Kabel-Riese den Pay-TV-Kanal jetzt im Kabel für Kirch vermarkten. Kirch würde dann nur direkt mit Kunden verhandeln, die Premiere über Satellit empfangen. Im Kabel lägen Vermarktung, Verwaltung und Abrechnung bei Liberty.

Kirch befürchtet jedoch, dass Liberty versuchen könnte, die Kirch-Gruppe als Pay-TV-Anbieter aus dem Kabel zu drängen. Premiere-World-Chef Georg Kofler schließt aber eine partielle Vermarktung einzelner Programmpakete durch die Kabelnetzbetreiber nicht aus.

Seine Krallen fährt Kirch gegen den Axel-Springer-Verlag aus. Die Ausübung der Put-Option auf die 11,5-prozentige Beteiligung an Pro Sieben Sat 1 Media, die Springer gestern angekündigt hatte, hält Kirch nämlich nicht für rechtens. Bei der notariellen Beurkundung der Put-Option im Jahre 2000 seien wesentliche Vertragselemente - laut Kirch auf Wunsch des Springer-Verlags - nicht geregelt worden. Damit seien die Vereinbarungen unwirksam. Jetzt sollen sich die Anwälte von Kirch mit dem Problem beschäftigen. Parallel laufen Verhandlungen mit dem Springer-Verlag.
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