Lesezirkel zieht positive Bilanz

Freitag, 07. Mai 1999

Mit 349 Millionen Mark konnten die 215 bundesdeutschen Lesezirkel-Unternehmen ihren Umsatz 1998 erneut leicht steigern. Im Vorjahr betrug der Umsatz noch 346 Millionen Mark. Dabei lag der Umsatzschwerpunkt im privaten Bereich, teilte der Verband Deutscher Lesezirkel e.V. auf seiner Jahrespressekonferenz in Lübeck mit. 500.000 Privathaushalte nutzen inzwischen das Angebot des Lesezirkels (LZ). Auf öffentliche Auslagestellen, wie etwa Wartezimmer entfallen insgesamt 200.000 Exemplare. Damit sei das "Leasen" von Zeitschriften und Zeitungen ein "maßgeschneidertes modernes Dienstleitungsangebot." 1998 wurden 201 Titel mit einer wöchentlichen Gesamtauflage von über 2,3 Millionen im gesamten Bundesgebiet verbreitet. Neben der Auflage bietet der LZ laut MA 99/I interessante Leistungsdaten. Über 10,5 Millionen Frauen und Männer gehören zur Leserschaft. Dabei ist der Anteil der Frauen mit 5,9 Millionen höher als der der Männer (4,65 Millionen). Die Zeitschriftensortimente würden entsprechend von Frauentiteln bestimmt. Circa 5,5 Millionen Nutzer haben eine qualifizierte Ausbildung, 5,8 Millionen sind berufstätig. Nach Verbandsangaben spiegelt sich die Werbeträgerleistung auch im Werbeumsatz wider. Der Anteil der Werbeeinnahmen betrug circa 15 bis 20 Prozent des LZ-Umsatzes. Eine vom Institut für Kommunikationsforschung von Keitz GmbH, Saarbrücken, durchgeführte Studie hat die Werbewirkung des LZ analysiert. Sie kann beim Verband in Düsseldorf unter Telefon 0211/6907320 angefordert werden.
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