Leo Kirch vs. Deutsche Bank: Neuer Prozess startet am Freitag

Dienstag, 22. Februar 2011
Leo Kirch kämpft weiter gegen die Deutsche Bank
Leo Kirch kämpft weiter gegen die Deutsche Bank

In dieser Woche geht der seit Jahren andauernde Rechtsstreit von Leo Kirch gegen die Deutsche Bank in eine neue Runde. Medienberichten zufolge will der 84 Jahre alte ehemalige Medienmogul in dem am Freitag beginnenden Prozess in München selbst vor Gericht als Zeuge auftreten. Dabei könnte er im Gerichtssaal direkt auf seinen Erzfeind Rolf Breuer treffen. Kirch macht den ehemaligen Chef der Deutschen Bank mitverantwortlich für den Zusammenbruch seines Medienimperiums und überzieht Breuer und die Deutsche Bank daher seit Jahren mit Schadensersatzklagen. Breuer hatte sich in einem Fernsehinterview kritisch über die Kreditwürdigkeit der Kirch-Gruppe geäußert, die kurz darauf unter einem gigantischen Schuldenberg zusammenbrach.

In dem am Freitag beginnenden Prozess geht es um Schadensersatzforderungen der Kirch-Holding KGL Pool, in der Kirch die Ansprüche von 17 Tochterunternehmen gebündelt hat. Der Bundesgerichtshof hatte 2006 festgestellt, dass die Deutsche Bank und ihr damaliger Chef Rolf Breuer eventuelle Schäden ersetzen müssen. Dies gilt allerdings nur für das Kirch-Tochterunternehmen Print-Beteiligungs GmbH, mit der eine Geschäftsbeziehung bestand. Die Print-Beteiligungs GmbH hielt unter anderem die Anteile von Leo Kirch an Axel Springer. Mit einer anderen Klage gegen Breuer war Kirch im vergangenen Jahr endgültig gescheitert. dh
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