Laut.de senkt Ad-Blocker-Nutzung durch eigene Kampagne

Freitag, 14. Juni 2013
Adflames-Chef Rainer Steffen
Adflames-Chef Rainer Steffen

Neue Erkenntnisse in der Debatte um Ad Blocker: Nach der Kampagne der sechs Nachrichtensites gegen die Werbevermeidungsprogramme im Internet nennt nun Adflames Media, der Vermarkter des Musikportals Laut.de, die Ergebnisse einer eigenen Aktion gegen den Einsatz von Ad Blockern. Dabei wurden die User gebeten, bei der Nutzung von Ad Blockern eine Ausnahme für Laut.de zu machen. Das Ergebnis: Vor der Kampagne verwendeten rund 31 Prozent der User einen Ad Blocker - nach dem Aufruf waren es nur noch 26 Prozent, berichtet Adflames-Geschäftsführer Rainer Steffen. Im Rahmen der Aktion wurden Nutzer, die einen Ad Blocker installiert hatten, identifiziert - und dann flogen ihnen auf der Laut.de-Site einzelne Buchstaben aus dem Text. Diese Animation wurde jedem Ad-Blocker-Nutzer nur ein Mal gezeigt, danach wurden nur noch statische Formate platziert. Über ein Banner gelangte der User dann zu einer Landingpage, die erklärte, dass Werbung die einzige Möglichkeit sei, um das Portal für den Nutzer kostenlos zu betreiben.

"Wir sind sicher, dass der Erfolg unserer Kampagne nicht nur auf die, wie wir meinen, charmante Art zurückzuführen ist, sondern auch auf unseren Vermarktungsansatz", so Steffen. So konzentriere sich Laut.de auf Markenartikler mit klarer Musikaffinität. Reine Reichweiten- oder Performance-Kampagnen kämen "bewusst nicht zum Einsatz, da wir diese für eine Entwertung des Werbeplatzes halten". rp

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