Landesmedienanstalten sehen Mängel bei Drei-Stufen-Tests

Montag, 25. Mai 2009
Die Medienhüter sehen Korrekturbedarf
Die Medienhüter sehen Korrekturbedarf

Die Landesmedienanstalten gehen hart mit den Drei-Stufen-Tests der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ins Gericht. Nach Auffassung der Medienhüter gebe es "Korrekturbedarf": Die Vorgaben des Rundfunkstaatsvertrages seien "nicht hinreichend umgesetzt". So sei bei den vorliegenden Gutachten "eine sachlich ausgewogene Ergebnisfindung nicht gegeben". Öffentlich-rechtliche Angebote wurden per se höherwertig als private Angebote eingestuft. Neben handwerklichen Fehlern kritisiert die Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) "falsche und unbegründete Schlüsse und Interpretationen zu den ökonomischen Auswirkungen auf die privaten Angebote, Erlösaussichten sowie Werbemärkte und deren Entwicklung". Bei der Marktdefinition kritisieren die Landesmedienanstalten "eine Beliebigkeit bei der methodischen Vorgehensweise". Dazu sehen sie teilweise eine mangelnde Repräsentativität bei der Datenerhebung.

Eine Expertengruppe der Landesmedienanstalten hat daher Vorschläge zu den Grundlagen und Abläufen des Drei-Stufen-Tests vorgelegt. Die Tests sollen die Online-Angebote der Öffentlich-Rechtlichen auf ihre gesellschaftliche Relevanz, ihren publizistischen Mehrwert und ihre Auswirkungen auf den Markt überprüfen.

Auch der Verband Privater Rundfunk und Telemedien VPRT hat erneut eine "transparente, glaubwürdige und ernsthafte Durchführung" der Drei-Stufen-Tests angemahnt. dh
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