Landesmedienanstalten: ARD und ZDF sollen Sponsoring einschränken

Freitag, 13. März 2009
Thomas Langheinrich
Thomas Langheinrich

Die Landesmedienanstalten unterstreichen ihre Forderung nach einer härteren Werbebeschränkung für ARD und ZDF. Nachdem dies am Mittwoch auf dem Symposion der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) diskutiert wurde, stellt sich das Gremium heute in einer Mitteilung hinter die Ministerpräsidenten von Bayern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen, die eine Beschränkung des Sponsorings bei den öffentlich-rechtlichen Sendern ab der nächsten Gebührenperiode gefordert haben. Demnach ist geplant, ab dem Jahr 2013 Sponsoring im Programm von ARD und ZDF werktags ab 20 Uhr und an Sonn- und Feiertagen ganz zu verbieten. Angesichts der Wirtschaftskrise wird die ewige Forderung nach einem Werbeverzicht bei ARD und ZDF wieder zum Thema. Das Argument der Landesmedienanstalten: Während die öffentlich-rechtlichen Sender mit steigenden Einnahmen aus GEZ-Gebühren planen können, gehen die Werbeeinnahmen der privaten Sender zurück. Mit der am 1. Januar gestarteten Gebührenperiode erzielen ARD und ZDF insgesamt jährlich rund 9 Milliarden Euro Einnahmen. Zum Vergleich: Die Bruttowerbeumsätze der TV-Sender lagen 2008 laut Nielsen Media Research bei 9,1 Milliarden Euro. Die Netto-Zahlen liegen voraussichtlich bei 4 Milliarden inklusive der Werbeeinahmen von ARD und ZDF. "Das System droht in eine Schieflage zu geraten, die Wirtschaftskrise wirkt zusätzlich noch als Katalysator, die das Ungleichgewicht dramatisch beschleunigt", erklärt Thomas Langheinrich, Vorsitzender der DLM. bn/mas
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