Landesmedienanstalt Saarland fordert Geld für Digitalfunk-Ausbau

Mittwoch, 14. Oktober 2009
Gerd Bauer
Gerd Bauer

Die Landesmedienanstalt Saarland fordert von der Politik Gelder für den Ausbau des digitalen Hörfunknetzes. Gerd Bauer, Direktor der Landesmedienanstalt Saarland (LMS) und Hörfunkbeauftragter der DLM, hat sich an Union und FDP gewandt. Es geht ihm um die Bereitstellung von Mitteln für den Ausbau eines digitalen Hörfunknetzes nach dem Standard DAB+ in Deutschland. In einem Schreiben an die Vertreter der Parteien fordert Bauer, dass aus den Versteigerungserlösen der Digitalen Dividende, die in den Bundeshaushalt fließen werden, die erforderlichen Gelder zur Verfügung gestellt werden. So könne sichergestellt werden, "dass auch für kleine private Radioveranstalter und im ländlichen, dünner besiedelten Raum für die Digitalisierung des Hörfunks eine Anschubfinanzierung gewährleistet wird."

Für Infrastruktur-Fragen ist in Deutschland der Bund zuständig. Außerdem wirbt Bauer dafür, ähnlich wie in einigen Nachbarstaaten auch ins deutsche Telekommunikationsgesetz eine Vorschrift aufzunehmen, wonach ab spätestens 2015 nur noch Hörfunkempfangsgeräte verkauft werden dürften, die auch mit neuen digitalen Empfangsmöglichkeiten ausgestattet sind.

Anfang des Monats hatte auch Wolf-Dieter Ring, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien, von der Politik konkrete Schritte zur Einführung von digitalem Radio gefordert. Er schlägt vor, aus den Versteigerungserlösen der Digitalen Dividende 100 Millionen Euro für die Digitalisierung des Hörfunks als Anschubfinanzierung für die Privatradios zur Verfügung zu stellen. Andernfalls drohe Deutschland in Europa abgehängt zu werden. se
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