LAE: Spiegel hat bei digitalen Angeboten die Nase vorn

Montag, 18. Juni 2012
Der Spiegel liegt im Netz und bei den erstmals erfassten Apps an der Spitze
Der Spiegel liegt im Netz und bei den erstmals erfassten Apps an der Spitze


Auch die Leseranalyse Entscheidungsträger in Wirtschaft und Verwaltung (LAE) spiegelt die grundlegenden Veränderungen in der Mediennutzung wider: Während rund die Hälfte aller erfassten Printmedien Leser verloren haben, konnten sämtliche  Internetangebote deutlich zulegen. Erstmals erfasst wurden in diesem Jahr Apps. Hier setzte sich "Der Spiegel" an die Spitze. Bei den Tageszeitungen kann die "Süddeutsche Zeitung" ihre im vergangenen Jahr erstmals eroberte Führungsposition verteidigen: Mit 334.000 Lesern pro Ausgabe erreicht die Tageszeitung eine Reichweite von 12,4 Prozent. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" kommt mit 267.000 Lesern auf eine Reichweite von 9,9 Prozent und zieht damit knapp am "Handelsblatt" vorbei. Mit 262.000 Lesern pro Ausgabe und einer Reichweite von 9,8 Prozent fällt die Wirtschaftszeitung hinter die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" zurück. 

Auf dem vierten Rang folgt "Die Welt". Die Tageszeitung von Axel Springer kommt mit 233.000 Lesern pro Ausgabe auf eine Reichweite von 8,7 Prozent ("Die Welt" gesamt). Die "Financial Times Deutschland" erzielt mit 117.000 Lesern eine Reichweite von 4,3 Prozent.

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Bei den Wochenzeitungen liegt "Die Zeit" mit 239.000 Lesern und 8,9 Prozent Reichweite vor den "VDI Nachrichten" (236.000 Leser/8,8 Prozent RW), der "Welt am Sonntag" (198.000 Leser/7,4 Prozent RW) und der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" mit 194.000 Lesern und einer Reichweite von 7,2 Prozent.

Bei den Zeitschriften bleibt "Der Spiegel" mit 752.000 Lesern pro Ausgabe und einer Reichweite von 28 Prozent der Platzhirsch. Der "Focus" kann mit 596.000 Lesern pro Ausgabe und einer Reichweite von 22,2 Prozent noch knapp Platz zwei bei den wöchentlichen Zeitschriften verteidigen. Der "Stern" ist dem Nachrichtenmagazin aber dicht auf den Fersen und legt auf 591.000 Leser und eine Reichweite von 22 Prozent zu. Die "Wirtschaftswoche" kommt mit 287.000 Lesern auf eine Reichweite von 10,7 Prozent.

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Bei den Monatstiteln liegt das "Manager Magazin" mit 223.000 Lesern (8,3 Prozent RW) vor "Capital" mit 219.000 Lesern (8,2 Prozent RW) und dem "Handwerk Magazin" mit 199.000 Lesern und einer Reichweite von 7,3 Prozent.

Auf der nächsten Seite: Die Reichweiten von Online-Angeboten und Smartphone-Apps
Spiegel Online hat auch bei den Apps die Nase vorn
Spiegel Online hat auch bei den Apps die Nase vorn
Deutliche Reichweitengewinne verzeichneten die von der LAE erfassten Online-Angebote: Alle 21 ausgewiesenen Websites konnten bei den Nutzerzahlen im zweistelligen Bereich zulegen. Mit 1.135.000 Nutzern (Nutzung in den letzten vier Wochen) und einer Reichweite von 42,2 Prozent liegt auch bei den digitalen Angeboten Spiegel Online mit Abstand vorn. Focus Online folgt mit 849.000 Nutzern und einer Reichweite von 31,6 Prozent auf Rang 2, Stern.de zieht dank eines kräftigen Zuwachses auf 748.000 Nutzer (27,8 Prozent RW) an Süddeutsche.de vorbei. Das Portal der Münchner Tageszeitung kommt mit 631.000 Nutzern auf 23,5 Prozent Reichweite.

Bei den erstmals erfassten Smartphone- und Tablet-Apps ist die Reihenfolge auf den vorderen Plätze identisch: Auch hier liegen die Angebote des Spiegel jeweils vor Focus, Stern und Süddeutscher Zeitung.

Die Grundgesamtheit der LAE 2012 hat sich im Vergleich zur Vorgängerstudie leicht verändert. Neben der veränderten Gewichtung der erfassten Berufsgruppen im Mikrozensus wurde außerdem die Mindest-Einkommensgrenze für leitende Angestellte auf ein persönliches Monatsnettoeinkommen von 3.000 Euro angehoben. Direkte Vergleiche zu den Vorgänger-Studien sind daher nicht möglich. dh

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