LA Med: Mediziner bleiben dem Deutschen Ärzteblatt treu

Freitag, 12. August 2011
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Trotz einem leichten Rückgang auf 69,2 Prozent der Leser pro Ausgabe (2010: 71,1 Prozent), behauptet das "Deutsche Ärzteblatt" seinen Spitzenplatz unter den Fachzeitschriften der Mediziner. Das zeigt die diesjährige Leseranalyse medizinischer Fachmedien für Allgemeinmediziner, Praktiker und Internisten (LA Med API). Fast alle aufgeführten Ärzteblätter haben im Vergleich zum Vorjahr an Reichweite verloren, nur das Magazin "CME" von Springer Science + Business Media konnte ein leichtes Plus verzeichnen. Größter Verlierer ist die "Medical Tribune" der gleichnamigen Verlagsgesellschaft in Wiesbaden. Das Blatt verzeichnet 2011 einen Rückgang von 4,9 Prozent der Leser pro Ausgabe (LpA). Trotzdem bleibt es nach dem Spitzenreiter an zweiter Stelle im Ranking der Zeitschriften. Darauf folgen "Arzt & Wirtschaft" des Verlags Moderne Industrie mit 51,1 LpA in Prozent und das "Ärztliche Journal Reise und Medizin" des Otto Hoffmann Verlags mit 48,2 Prozent.

Der Reichweitenrückgang geht jedoch nicht mit einem Bedeutungsverlust der Print-Medien einher. Mit 94,8 Prozent (2010: 95,2 Prozent) sind sie weiterhin die mit am Abstand meisten genutzen Informationsquellen für Allgemeinmediziner und Internisten. An zweiter Stelle folgen mit 85,3 Prozent Tagungen, Kongresse und Vorträge und an dritter Pharmareferenten mit 72,1 Prozent.

Internet und Online-Dienste spielen dagegen bisher nur eine untergeordnete Rolle als medizinische Informationsquelle für Ärzte. Mit 60,4 Prozent Nutzeranteil rangieren sie auf den hintersten Rängen. Bei jüngeren Medizinern unter 50 Jahren steigt der Useranteil zwar auf über 70 Prozent, gleichzeitig lesen in der Zielgruppe aber auch mehr Ärzte Fachmagazine als im Gesamtdurchschnitt.

Die Grundgesamtheit setzt sich aus allen niedergelassenen Praktischen Ärzten, Allgemeinmedizinern und Internisten in der Bundesrepublik zusammen. Laut Angaben der Bundesärztekammer sind das insgesamt 63.636 Ärzte. In zwei Wellen haben jeweils 508 von ihnen an der Befragung teilgenommen. Neben dieser Studie widmen sich andere Erhebungen der LA-Med unter anderem den Fachärzten, Zahnärzten und Apothekern. hor
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