LA Med 2010: Deutsches Ärzteblatt bleibt auf der Pole Position

Freitag, 20. August 2010
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Die Mehrzahl der Fachzeitschriften für Mediziner können wieder Leser gewinnen. Während sieben Titel ihre Reichweiten - leicht - ausbauen, verlieren fünf, einer hält seine Reichweite konstant. So das Ergebnis der Studie LA Med 2010 (Leseranalyse medizinischer Fachmedien). Das "Deutsche Ärzteblatt" bleibt laut LA Med auch 2010 die wichtigste Informationsquelle für die niedergelassenen Ärzte in Deutschland. Mit einer Reichweite von 71,1 Prozent (Vorjahr: 70,8) behauptet der Titel seine Marktführerschaft.

Danach folgen wie schon in den Vorjahren die "Medical Tribune" mit einer Reichweite von 57,6 Prozent (Vorjahr: 59,8 Prozent) "Arzt & Wirtschaft" mit 52,5 Prozent (Vorjahr: 51,7 Prozent) und das "Ärztliche Journal Reise & Medizin" mit 49,1 Prozent (Vorjahr: 50,7 Prozent).

Die Studie zeigt, dass Fachzeitschriften weiterhin das Informationsmedium Nummer eins für die Mediziner sind (95,2 Prozent der Nennungen), gefolgt von Tagungen/Kongressen (83,5 Prozent), Fachbüchern (71,6 Prozent) und Pharmareferenten (70 Prozent). Bemerkenswert: Das Internet nutzt auch weiterhin nur jeder Zweite (52,6 Prozent) als Informationsquelle - und damit in etwa genauso häufig wie Gespräche mit Kollegen (57,5 Prozent).

Ein detaillierter Blick auf die Internetnutzung: Rund ein Viertel (26,9 Prozent) ist täglich online, ein weiteres Viertel (27,1 Prozent) mehrmals pro Woche. Dabei surfen die meisten zwischen 1 und 3 Stunden pro Woche. Der Anteil der beruflichen Nutzung des Web schwankt sehr stark: Knapp ein Drittel der Allgemeinärzte und Internisten verbringen 26 bis 50 Prozent ihrer Online-Zeit mit beruflichen Dingen. Dabei entfällt die meiste Zeit auf Recherche und E-Mails.

Welche Fachtitel niedergelassene Allgemeinmediziner, Praktiker und Internisten (API) nutzen, hat die Arbeitsgemeinschaft LA Med zusammen mit dem Marktforschungsinstitut TNS-Infratest in ihrer jährlichen Studie ermittelt. Über 1.000 repräsentativ ausgewählte Ärzte wurden in den vergangenen Monaten zu ihrem Lese- und Informationsverhalten befragt. se
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