Kurierverlag will nach Sanierung 7 Millionen Euro investieren

Donnerstag, 18. Februar 2010
Lutz Schumacher
Lutz Schumacher

Der Kurierverlag in Neubrandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, will allein in diesem Jahr 7 Millionen Euro investieren. Das Geld soll unter anderem in den Onlineauftritt des "Nordkurier" fließen. Ziel ist es, das Angebot an Bewegtbildinhalten auszubauen und die Website stärker mit Web-2.0-Elementen anzureichern. Zudem investiert der Verlag in ein medienneutrales Redaktionssystem, seine Beteiligung am Radiosender Antenne MV und das Anzeigenblatt "Mecklenburger Blitz". Diesem Investitionsprogramm sind tief greifende Umbaumaßnahmen vorangegangen. Der Bereich Anzeigensatz wird in Zukunft von einem externen Dienstleister betreut. Die 37 Mitarbeiter wurden entlassen. Zudem hat der "Nordkurier" die eigene Mantelredaktion abgeschafft. Die überregionalen Beiträge liefert die Firma MVM, die der Kurierverlag gemeinsam mit der "Schweriner Volkszeitung" betreibt. Die Redakteure wurden nicht entlassen, sondern in den Lokalredaktionen weiterbeschäftigt. Darüber hinaus gab es Umbauarbeiten in der Verwaltung.

Die Umstrukturierung ist nun beendet, verkündet Lutz Schumacher, Geschäftsführer der Unternehmensgruppe: "Nach drei Jahren der Sanierung und Konsolidierung des Kurierverlags ist für uns dieses Kapitel abgeschlossen. Das Jahr 2010 wird ein Jahr der Zukunftssicherung und Investitionen sein." Schumacher hofft, dass das Printhaus nach den Umbaumaßnahmen 2010 erstmals nach Jahren keine Verluste machen wird.

Der Verlagsgeschäftsführer betont, dass es bei den Sanierungsarbeiten nicht allein darum gegangen ist, zu sparen. Vielmehr sollte das Unternehmen für die Zukunft gerüstet werden. Als Beleg nennt Schumacher die aktuellen Mitarbeiterzahlen. So ist die Gesamtzahl der Beschäftigten in der Holding und den hundertprozentigen Tochterfirmen auf rund 2500 angewachsen - das sind 150 mehr als vor der Sanierung. Insbesondere die Bereiche Multimedia und Postlogistik wurden personell aufgestockt. bn
Meist gelesen
stats