Kundenzeitschriften bündeln ihre Interessen

Donnerstag, 20. Mai 1999

Am 28. Mai findet im Hotel Bayerischer Hof die Gründungsversammlung für den ersten deutschen Corporate-Publishing-Verband statt. "Während sich in anderen europäischen Ländern bereits Vereinigungen formiert haben, gibt es hierzulande noch keinen Verband, der die Interessen der wichtigsten Marktplayer bündelt", erklärt Manfred Hasenbeck, Initiator des neuen Verbands und geschäftsführender Gesellschafter der Yukom-Verlag GmbH, München. Dabei sei es auch in Deutschland wichtig geworden, "Standards zu definieren, welche Qualitätskriterien und Vertragsgestaltungen festlegen sowie Honorierung von Pitches, Konzeptentwicklungen und Weiterverwertungsrechten reglementieren". Zu diesem Zweck werden am 28. Mai 14 Dienstleister und Verlage - darunter auch die führenden Häuser aus der Schweiz und Österreich - den ersten Corporate-Publishing-Verband für den deutschsprachigen Raum ins Leben rufen. Er soll als "Dienstleistungsplattform für alle Marktplayer" Tools schaffen - vom gemeinsamen Internetauftritt und Studien bis hin zu gemeinsamen Jahrespressekonferenzen. Noch offen ist die Frage, so Hasenback, "ob sich der Verband den Interessen aller bis dato erfaßten 1800 im Corporate-Publishing-Bereich tätigen Dienstleister widmet, oder ob er sich auf Dienstleister beschränkt, die bestimmte - noch zu erarbeitende - Qualitätskriterien erfüllen". Mittelfristig wird eine europäische Verbandsplattform angestrebt. "In dem Maße, in dem sich die Unternehmen globalisieren, muß auch die Kundenkommunikation internationaler werden", so Hasenbeck. Kooperationsgespräche mit dem niederländischen und britischen Verband werden bereits geführt. Auch zum US-amerikansichen Verband bestehen Kontakte. Die Corporate-Publishing Branche setzt nach Angaben des HORIZONT-Branchendienstes "Media Facts" im Jahr rund 3,75 Milliarden Mark allein in Deutschland um. Aktuell werden 2250 Kundenzeitschriften publiziert (Quelle: "Media-Finder").
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