Kündigungswelle beim DSF

Dienstag, 07. Mai 2002

Der Sportkanal DSF ringt ums Überleben. Ein Viertel der rund 400 Mitarbeiter muss gehen, gab DSF-Geschäftsführer Stefan Ziffzer auf einer Betriebsversammlung bekannt. Da infolge der Kirch-Insolvenz die Finanzspritzen für den chronisch defizitären Sender ausbleiben, ist das DSF nun auf der Suche nach neuen Investoren.

Mögliche Interessenten sind der US-amerikanische Sportsender ESPN wie auch die Deutsche Telekom. Ob der Sender für die potenziellen Investoren attraktiv ist, hängt maßgeblich vom Erwerb der Rechte für die zweite Fußball-Bundesliga ab. Bislang lizenzierte Kirch Media die von der Deutschen Fußball-Liga erworbenen Rechte für die zweite Bundesliga an das DSF.

Doch derzeit es ist ungewiss, ob sich die zahlungsunfähige Kirch Media überhaupt die Ausstrahlung der kommenden Saison leisten kann. Damit stehen für das DSF, das als Dienstleister für die Kirch-Sender Sat 1 und Premiere zum Großteil die Berichte von der ersten Fußball-Bundesliga produziert, auch externe Aufträge auf der Kippe.
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