"Kronen Zeitung": Streit zwischen WAZ und Familie Dichand geht in neue Runde

Mittwoch, 09. März 2011
Die "Kronen Zeitung" gehört zu 50 Prozent der WAZ-Gruppe
Die "Kronen Zeitung" gehört zu 50 Prozent der WAZ-Gruppe

Zwischen den Eigentümern der österreichischen "Kronen Zeitung", der Essener WAZ Mediengruppe und der Familie Dichand, kommt es erneut zu Spannungen. Laut der Tageszeitung "Standard" treffen sich die Parteien von Mittwoch bis Freitag vor einem Schiedsgericht in Zürich. Hierbei geht es um die Frage, ob die WAZ-Gruppe als Hälfteeigentümer einen geschäftsführenden Chefredakteur bestimmen darf. Für diesen Posten hatte das Medienhaus Michael Kuhn eingesetzt, der jedoch 2006 von dem inzwischen verstorbenen Verleger Hans Dichand entlassen worden war. Immer wieder gab es in den vergangenen Jahren aufgrund der Streitigkeiten zwischen den Eigentümern Gerüchte, dass die WAZ-Gruppe ihren 50-prozentigen Anteil an der "Kronen Zeitung" verkaufen wolle. Nach dem Tod des Verlegers Dichand im Sommer 2010 sagte WAZ-Geschäftsführer Bodo Hombach jedoch, dass er angesichts der geänderten Machtverhältnisse nicht mehr an einem Verkauf interessiert sei. Aufgrund eines umfassenden Vertragswerkes hatte Dichand zu Lebzeiten nahezu die alleinige Macht in dem Zeitungshaus.

Laut "Standard" treffen sich die Parteien auch am 22. März bei einem Gesellschafterausschuss wieder. bn
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