Krise bei StudiVZ? CEO Markus Berger-de León geht

Donnerstag, 04. Februar 2010
Clemens Riedl (l.) übernimmt den CEO-Posten von Markus Berger-de León
Clemens Riedl (l.) übernimmt den CEO-Posten von Markus Berger-de León

Nach nur einem Jahr an der Spitze von StudiVZ verlässt CEO Markus Berger-de León das Social-Network. Er widmet sich wieder Vollzeit seinen Aufgaben als Vorstandsvorsitzender der Holtzbrinck-Beteiligung Abacho. Sein Nachfolger auf diesem Posten wird Clemens Riedl, bislang Geschäftsführer Sales. Zudem wurden CFO Thomas Baum und CTO Jodok Batlogg zu weiteren Geschäftsführern der VZ-Netzwerke ernannt. Berger-de León hatte die Position als CEO im März 2009 von Riedl übernommen, der das Netzwerk nach dem Abgang von Marcus Riecke im Oktober 2008 kommissarisch leitete. Laut Unternehmensangaben auf dem StudiVZ-Blog habe Berger-de León die "strategischen Projekte bei VZ erfolgreich abgeschlossen". Ob der Abgang wirklich freiwillig geschehen ist, ist unklar. StudiVZ steht derzeit wegen sinkender Reichweiten unter Druck. Seit Dezember 2008 ist die Zahl der Besucher um 14 Prozent eingebrochen. Konsequenz: Die Holtzbrinck-Site belegt im Ranking der Social Media Sites in Deutschland nur noch Rang 9. Auch seine Bedeutung bei den Social-Communities ist gesunken. Laut Unternehmenssprecher Dirk Hensen besteht kein Zusammenhang zwischen dem Abgang von Berger-de León und den eben genannten aktuellen Entwicklungen. Von einer Krise könne keine Rede sein, so Hensen gegenüber HORIZONT.NET.

"Wir danken Markus Berger-de León für seine exzellente Arbeit bei den VZ Netzwerken. Mit ihm und dem VZ Team haben wir 2009 viele technische Neuerungen wie den Buschfunk, die mobilen VZ-Portale oder die Open-Social-API eingeführt und zugleich weitere substantielle Fortschritte bei der geschäftlichen Umsetzung erzielt", sagt Holtzbrincks scheidender Digital-Geschäftsführer Jochen Gutbrod. "An diese Erfolge kann das im letzten Jahr verstärkte Management Team rund um Clemens Riedl nun nahtlos anknüpfen."

Bei Abacho soll sich Berger-de León nun um den weiteren Ausbau der Marktführerschaft der Auktionsplattform MyHammer in Deutschland, Österreich und Großbritannien kümmern. Damit ist der ehemalige Jamba-Manager wieder da angekommen, wo er vor einem Jahr aufgehört hatte. jm
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