Kress-Interview: Einstweilige Verfügung gegen Markwort

Donnerstag, 29. Oktober 1998

Die markigen Worte, die Focus-Chef Helmut Markwort vor einer Woche im Branchendienst Kress Report 25/98 über die Nachrichtenmagazine (natürlich insbesondere die aus Hamburg) nach dem rot-grünen Wahlsieg gefunden hatte, wurden vom Hamburger Landgericht jetzt mit einer Einstweiligen Verfügung bestraft. Im einzelnen verbietet das Landgericht Hamburg in seiner rechtskräftigen Verfügung vom 27. Oktober, "folgende Behauptungen zu verbreiten und/oder verbreiten zu lassen: 1. Der Stern werde jetzt eher zu einem Regierungsorgan. 2. Der Stern-Chefredakteur Dr. Werner Funk betreibe mit dem neuen Bundeskanzler Gerhard Schröder enge Kumpanei. 3.Andere Zeitschriftentitel hätten in der neuen Konstellation ”Beißhemmungen”, ”Focus” nicht. 4. DerStern-Chefredakteur Dr. Werner Funk duze den Bundeskanzler Gerhard Schröder als ”Gerd” und sei mitihm ”eng verbandelt”. 5. Einer der Hamburger Chefredakteure sei stolz darauf, daß er sechs Leute aus dem neuen Kabinett duze, ohne zugleich unmißverständlich klarzustellen, daß der Stern-Chefredakteur Dr. Werner Funk nicht dieser Chefredakteur ist."
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