Krawattenstreit: Landgericht Hamburg hebt Einstweilige Verfügung auf

Mittwoch, 15. Februar 2006

Die "Wirtschaftswoche" hat im Krawattenstreit mit dem VW-Aufsichtsratsvorsitzenden Ferdinand Piech einen Teilerfolg errungen. Ab sofort darf das Magazin wieder schreiben: "Herr Piech trägt gerne Krawatten mit Jagdmotiven." Das geht aus der Entscheidung des Landgerichts Hamburg hervor, die gestern im Unterlassungsverfahren die einstweilige Verfügung unter anderem in Sachen "Krawattenmotive" aufgehoben hat.

Piech hatte unter anderem bestritten, dass er "grelle Krawatten mit Jadgmotiven" trägt und eine einstweilige Verfügung beim Landgericht Hambrg erwirkt. Der Verlag präsentierte daraufhin ein Foto von Piech mit einer Krawatte, deren Motiv einen Mann mit Gewehr und einen Elefanten auf Treibjagd zeigt und legte Widerspruch gegen die einstweilige Verfügung ein.

Piechs Anwälte behaupteten hingegen, dass es sich um ein Kriegsmotiv handele. Das sah das Gericht indes anders und gab dem Widerspruch statt.

Gegen den Abdruck einer von Piech verlangten 11-teiligen Gegendarstellung hat die "Wirtschaftswoche" Berufung eingelegt. Diese liegt derzeit beim Oberlandesgericht Düsseldorf zur Entscheidung. nr

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