Kopiergeschwindigkeit von TV-Formaten nimmt zu

Donnerstag, 13. Januar 2005

Auch 2005 werden Erfolgsformate immer häufiger kopiert werden. Populäre Sendungen wie die Reality-Shows mit Stars oder die Makeover-Sendungen wandern weiter international wie national von einem Sender zum anderen. Zu dieser Einschätzung kommt Franck Si-Hassen, Manager Eurodata TV Worldwide, in dem die Programminformationen und Zuschauernutzungsdaten von 73 Ländern weltweit asugewertet werden. Eurodata gehört zum französischen Marktforschungsinstiuts Médiamétrie, das hierzulande mit Goldmedia in Berlin kooperiert.

In der aktuellen Studie "NOTA - New on the Air" haben die Marktforscher zwischen September und Oktober TV-Formate in neun Ländern analysiert. In dieser Zeit schickten die rund 1200 befragten Stationen knapp 500 neue Programme on Air. Innovationsführer ist Großbritannien mit 111 neuen Formaten, gefolgt von Deutschland mit 59 und Frankreich und den Niederlanden mit jeweils 55. Auch die Unterscheidung zwischen Fiktion und Dokumentation wird für den Zuschauer zunehmend schwieriger. History-Formate arbeiten mit nachgedrehten Einspielern, Serien suggerieren, es handele sich um Dokumentationen. Di-Hassen geht davon aus, dass die Grenzen noch weiter verschwimmen werden. pap
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