Konstantin Neven DuMont will Vorstand verlassen

Montag, 25. Oktober 2010
Konstantin Neven DuMont fühlt sich auf der kreativen Seite wohler
Konstantin Neven DuMont fühlt sich auf der kreativen Seite wohler

Im Kölner Verlagshaus M. DuMont Schauberg bahnt sich ein Wechsel an der Spitze an. Wie der "Spiegel" berichtet, will sich Verlegersohn Konstantin Neven DuMont aus dem Vorstand des Unternehmens zurückziehen. Er sei letztlich "doch mehr auf der kreativen Seite" zu Hause, nicht so sehr "Verwalter", zitiert das Nachrichtenmagazin den Manager. Bei einer Vorstandssitzung in der vergangenen Woche habe Neven DuMont seinen Wunsch, die operative Ebene zu verlassen, bereits geäußert. Intern sei er bereits seit längerer Zeit umstritten. Wichtige Entscheider hätten bereits gegenüber dem Vater Alfred Neven DuMont den Wunsch geäußert, er möge Konstantin in den Aufsichtsrat wegloben.

Das Faß zum Überlaufen hat dann wohl die Bloggeraffäre gebracht, in die Konstantin verwickelt ist. Hintergrund: Der Manager soll den Blog des Medienjournalists Stefan Niggemeier unter mehreren Decknamen mit bösen Kommentaren und Beschimpfungen überschwemmt haben. Konstantin Neven DuMont streitet dies zwar ab und behauptet, zwei Bekannte hätten die Kommentare von seinem Rechner aus verschickt. Allerdings herrsche laut der "Süddeutschen Zeitung" in dem Verlagshaus Entsetzen über die Angelegenheit.

Alfred Neven DuMont selbst will sich zu dem Wunsch seines Sohnes nach einem Rückzug nicht äußern. Es handele sich hierbei um Gerüchte, die ihm selbst nicht bekannt seien. Für ihn würde der Ausstieg seines Sohns aus dem Vorstand einen herben Rückschlag bedeuten, sollte dieser doch sein Lebenswerk bewahren und das letzte große Familienunternehmen Kölns weiterführen. bn
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