Konstantin Neven DuMont bleibt doch im Vorstand - "erstmal"

Dienstag, 02. November 2010
Konstantin Neven DuMont kann sich offenbar nicht recht entscheiden
Konstantin Neven DuMont kann sich offenbar nicht recht entscheiden

Viel Lärm um nichts: Konstantin Neven DuMont bleibt nun offenbar doch Vorstand des Kölner Verlags M. DuMont Schauberg (MDS). Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, habe der Verlegersohn der Tageszeitung dies in einer E-Mail mitgeteilt: "Ihre Kampagne hat zu nichts geführt. Ich bleibe jetzt erstmal Vorstand." Für eine weitere Stellungnahme sei er nicht zu erreichen gewesen. Was das Wort "erstmal" bedeutet, ist daher unklar. Hintergrund: Der Manager soll den Blog des Medienjournalists Stefan Niggemeier, der für die "SZ " arbeitet, unter mehreren Decknamen mit bösen Kommentaren und Beschimpfungen überschwemmt haben. Konstantin Neven DuMont streitet dies zwar ab und behauptet, zwei Bekannte hätten die Kommentare von seinem Rechner aus verschickt. Allerdings herrsche in dem Verlagshaus Entsetzen über die Angelegenheit.

Die Entscheidung des Managers, nun doch seinen Posten zu behalten, ist auch deshalb verwirrend, weil er selbst in der vergangenen Woche gegenüber dem "Spiegel" den Wunsch geäußert hat, sich in den MDS-Aufsichtsrat zurückzuziehen. Er sei letztlich "doch mehr auf der kreativen Seite" zu Hause, nicht so sehr "Verwalter", zitierte das Nachrichtenmagazin den Manager. Intern war dies offenbar noch nicht abgestimmt.

Für den Verlag ist zu wünschen, dass langsam wieder Ruhe einkehrt. Das Hin und Her um die Person Konstantin Neven DuMont hat dem Image des Unternehmen sicherlich nicht gut getan. bn
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