Konstantin Neven DuMont bewirbt sich als WDR-Intendant

Freitag, 08. März 2013
Wieder mal in den Schlagzeilen: Konstantin Neven DuMont
Wieder mal in den Schlagzeilen: Konstantin Neven DuMont

Er ist einfach immer wieder für eine Überraschung gut: Konstantin Neven DuMont bringt sich als Nachfolger von WDR-Intendantin Monika Piel ins Gespräch. "Ich denke, dass ich für die Aufgabe qualifiziert bin", wird der Sohn von Verlegerlegende Alfred Neven DuMont (M. DuMont Schauberg) von der Kölner "Bild"-Ausgabe zitiert. Das Bewerbungsschreiben ist offenbar bereits unterwegs. Die Initiativ-Bewerbung von Konstantin Neven DuMont soll dem Westdeutschen Rundfunk spätestens an diesem Samstag ins Haus flattern, berichtet die "Bild"-Zeitung. "Nach Monika Piel täte es dem WDR gut, wenn jemand von außen den Sender führen würde", zitiert das Boulevardblatt den Verlegersohn, der erst kürzlich seine Geschäftsanteile an dem Kölner Verlagshaus an seine Eltern übertragen und sich damit wohl endgültig bei M. DuMont Schauberg verabschiedet hat.

Der WDR hatte nach der überraschenden Rücktrittsankündigung von Intendantin Monika Piel den Posten Anfang Februar in überregionalen Zeitungen wie "Zeit", der "FAZ" und der "Süddeutschen" ausgeschrieben. "Gesucht wird eine Persönlichkeit, die im Rahmen des WDR-Gesetzes die größte deutsche Rundfunkanstalt nach innen und außen leitet und dabei im Zusammenwirken mit den Aufsichtsgremien den öffentlich-rechtlichen Auftrag umsetzt und vermittelt", lautet das Anforderungsprofil des Senders.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Wahl des Rundfunkrats am Ende auf Neven DuMont fällt, ist eher gering. Als heiße Kandidaten werden auch WDR-Chefredakteur Jörg Schönenborn, WDR-Justiziarin Eva-Maria Michel, BR-Fernsehdirektorin Bettina Reitz und RBB-Programmdirektorin Claudia Nothelle gehandelt. Und die können im TV-Geschäft nachweislich eine größere Erfahrung vorweisen. mas
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