Konjunktur bremst den Zeitschriftenverkauf aus

Dienstag, 14. Januar 2003

Das Krisenjahr 2002 hat die Zeitschriftenauflagen auch im letzten Jahresquartal nicht aus seinem Griff gelassen. Nach der Ergebnissen der aktuellen Reichweitenauswertung der IVW büßen vor allem die Titel der Wirtschafts- und Jugendzeitschriften gegenüber dem Vorjahresquartal an Auflage ein, aber auch bei den Programmies machen sich die veränderten Marktbedingungen bemerkbar.

Wenig Bewegung gibt es dagegen bei den aktuellen Titeln: Hier behauptet der "Spiegel" mit 1.085.605 verkauften Exemplaren seine Spitzenposition vor dem "Stern" (1.041.917 Exemplare) und dem "Focus" (753.203 Exemplare).

Innerhalb der Wirtschaftspresse verlieren vor allem anlegerorientiere Titel wie "Börse Online" (minus 15,1 Prozent), "Der Aktionär" (minus 15,9 Prozent), "Fonds Magazin" (minus 41,1 Prozent) und "Geldidee" (minus 12,4 Prozent). Demgegenüber können sich die Generalisten wie "Wirtschaftswoche" und "Capital" in den Herbststürmen gut behaupten: Ihr Zuwachs liegt bei 4,2 und 7,5 Prozent. Probleme gibt es aber auch für einige Jugendzeitschriften: So gehen vor allem "Bravo" (minus 18,8 Prozent), "Mädchen" (minus 29,9 Prozent) und "Sixteen" (minus 27,4 Prozent) Käufer verloren.

Auch Zeitungen bekommen die klammen Haushaltsbudgets zu spüren: So rutscht "Bild" mit 3.952.071 Millionen Lesern unter die 4-Millionen-Grenze. Die "Welt" büßt 16,3 Prozent Auflage ein, das "Handelsblatt" 7,4 Prozent. Unbeeindruckt von der Flaute die "Süddeutsche", die mit 438.379 verkauften Heften leicht zulegt, ebenso die "Financial Times Deutschland", die um 14,4 Prozent zulegt.
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