Konjunktur 2009: Verlage wollen Investitionen trotz Krise stabil halten / Nur Werbeberufe bleiben vom Abbau verschont

Dienstag, 30. Dezember 2008
Die Kommunikationsbranche erwartet ein schweres Jahr 2009
Die Kommunikationsbranche erwartet ein schweres Jahr 2009

Die deutschen Verlage wollen trotz Finanzkrise, Rezession und sinkender Werbeumsätze ihre Investitionen im kommenden Jahr offenbar stabil halten. Das geht aus einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln hervor, das 43 Wirtschaftsverbände nach ihren Erwartungen für 2009 befragt hat. Laut der Prognose, die der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) in Berlin gegenüber dem Institut abgibt, werden die hiesigen Verlagshäuser im kommenden Jahr in etwa gleich viel investieren wie 2008. Im Fokus soll neben dem Wachstumstreiber Internet auch das Printportfolio stehen - angesichts der jüngsten Sparmaßnahmen, die zum Teil bereits zur Einstellung von Titeln geführt haben, eine Ankündigung, die viel Mut und Unternehmergeist erfordern dürfte.

Was die allgemeine Geschäftsentwicklung angeht, sind die Medienhäuser durchweg pessimistisch. Ganz egal ob es um die aktuelle Stimmungslage in den Unternehmen, um die Umsatz- und Ergebnisentwicklung oder um die Zahl der Beschäftigten geht - überall zeigt die Kurve nach unten.

Etwas positiver fällt die Prognose des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) aus - zumindest im Bereich des Arbeitsmarktes. So erwartet der ZAW bei den Werbeberufen eine weitgehende Stabilität. Schon bei der Herbstbefragung des ZAW hatte eine Mehrheit von  72 Prozent der Befragten erklärt, im 1. Halbjahr 2009 keinen spürbaren Abbau bei den insgesamt 190.000 Beschäftigten in Agenturen, Werbeabteilungen und Medien sowie den 170.000 Arbeitnehmern in den Zulieferbetrieben zu erwarten.

Unter dem Strich fällt die Prognose des ZAW aber mehr als düster aus. So wird auch hier die Stimmungslage in den Unternehmen als schlechter bezeichnet als vor einem Jahr. Und die Umsatz- und Ergebnisentwicklung wird nach Einschätzung des Verbands sogar "wesentlich niedriger" liegen als 2008. Begründet wird das mit der bereits im Herbst vorgelegten Prognose zur Entwicklung der Werbeausgaben im Jahr 2009. Danach erwartet der Verband ein Minus von mindestens 2 Prozent. mas
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