Kommunikationsverband.de kritisiert Webwasher & Co

Mittwoch, 17. März 1999

Mehrere Wochen, nachdem Siemens begonnen hat, Surfern kostenlose Software zur Ausblendung von Werbebannern zur Verfügung zu stellen, meldet nun auch die Arbeitsgruppe Multimedia/Internet des Kommunikationsverband.de Protest an. Sie fordert den Münchner Konzern auf, die Verbreitung der Software einzustellen, da deren massiver Einsatz das "gesamte System der Werbefinanzierung von Internet-Inhalten aus den Fugen geraten" ließe, so Volker Tietgens, Leiter der Arbeitsgruppe. Filter wie die Siemens-Entwicklung Webwasher hätten zur Folge, daß mangels anderer Refinanzierungsmöglichkeiten immer mehr Angebote im Web kostenpflichtig würden. "Dies wiederum", so Tietgens, "schmälert die Attraktivität für den Verbraucher und führt letztendlich zu einer geringeren Akzeptanz des Mediums insgesamt". Damit entstehe für den Electronic Commerce, in den Wirtschaft und Politik inzwischen große Hoffnungen setzten, eine ernste Gefahr. Webwasher wird zur Zeit rund 7000mal am Tag vom Siemens-Server heruntergeladen.
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