Klick-Fixierung ade: Companion beziffert Online-Erfolg in Euro und Cent

Donnerstag, 17. Juli 2008
Companion-Chef Christian Bachem will weg von der Klick-Fixierung
Companion-Chef Christian Bachem will weg von der Klick-Fixierung

Die aktuelle Debatte der deutschen Verlage über Sinn oder Unsinn von Suchmaschinenoptimierung und die Aussagekraft von Page-Impressions und Visits im Allgemeinen lässt den Ruf nach alternativen Messmethoden immer lauter werden. Die Berliner Strategieberatung Companion stellt jetzt ein neues Verfahren vor, das der Klick-Fixierung ein Ende bereiten soll. Mit dem  „360° Online Value" getauften Tool sollen Marketingleiter den Wert von Kampagneneffekten und Websitenutzung deutlich genauer messen können als bisher. Grund: Das Verfahren greift zurück auf vorhandene Methoden der Klickanalyse, ergänzt diese aber um qualitative Forschung und rechnet zudem die Ergebnisse in einen monetären Wert um, den sogenannten „Online Value". Diese Kosten-/Nutzen-Betrachtung soll Werbungtreibende in die Lage versetzen, ihre Online-Marketingbudgets  effizienter einzusetzen.

So funktioniert das Verfahren

Werbungtreibende, die den „360° Online Value" einsetzen, definieren im ersten Schritt relevante Online-Handlungen. Dann weisen sie ihnen Euro-Werte zu, die die Wirtschaftlichkeit jeder Aktion bemessen. Aus der Umwandlung vorliegender Webtracking-Daten in Euro-Werte wird schließlich der Nutzungswert berechnet. Zur vollständigen Ermittlung des Online Value wird zum Nutzungswert der Wahrnehmungswert addiert. Der Wahrnehmungswert taxiert die Beziehung der Nutzer zur Marke und wird durch Online-Befragungen ermittelt.

„Klicks, Visits, Page-Impressions sind die Währung des letzten Jahrhunderts. Heute - im Web 2.0-Zeitalter - brauchen wir neue Bewertungskriterien", sagt Companion-Geschäftsführer Christian Bachem. Ziel des neuen Verfahrens sei es, die Wertschöpfung unterschiedlicher Online-Aktivitäten sichtbar, vergleichbar und damit besser steuerbar zu machen", so Bachem.

Auch  Markeneffekte von Kampagnen und Websites, die aufgrund der Klick-Fixierung nach Ansicht der Companion-Macher derzeit systematisch unterbelichtet werden, sollen so stärker zur Geltung kommen. "Investitionen in Markenfeatures, Imagewerbung und Display Ads lassen sich mit Klicks schlecht begründen. Mit der Einführung des Euro-Maßstabes unterstützen wir Marketingverantwortliche bei der bestmöglichen Allokation ihrer Online-Budgets," erläutert Michael Heine, Companion-Geschäftsführer und Entwickler des Konzeptes.

Das Verfahren soll auf jede Website und Online-Kampagne anwendbar sein und ist bereits im Einsatz. Eigenen Angaben zufolge evaluiert Companion derzeit die internationale Imagekampagne eines DAX 30 Unternehmens in mehr als drei Dutzend Märkten.
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