Klatsch-Portal Top.de: Alle Macht dem User

Montag, 07. Dezember 2009
Promi-Portal von United Internet
Promi-Portal von United Internet

Grell, bunt und garantiert nicht handzahm. So kommt das seit heute Nachmittag freigeschaltete Celebrity-Portal Top.de daher, das United Internet mittelfristig in die Top 3 der deutschen Lifestyle-Portale katapultieren will. HORIZONT.NET hat sich das Portal angeschaut und bewertet. Fazit: So viel User-Macht war selten. Das Konzept: Mit seinen Portalen Web.de und GMX liefert United Internet die nötige Reichweite, die Inhalte kommen von Axel Springer. Der Verlag hat eine eigene, bei Bild digital angesiedelte Redaktion mit der Auslieferung von News, Bildern und Videos beauftragt. Mit der Kooperation steht United Internet nicht alleine da: Erst vorige Woche gaben Bunte.de und T-Online bekannt, ab 2010 im Web (wieder) zusammenzuarbeiten.

Die Inhalte: Bei Top.de werden Userinnen glücklich gemacht, die zu allem und jedem ihren Senf geben möchten. Nicht umsonst steht das Portal unter dem Motto „Deine Stars - deine Meinung". Es gibt nicht nur die üblichen Klassiker Kommentar, Community und Voting, es geht ums knallharte Bewerten. So werden die Nutzer aufgefordert, sich als „Feind" oder „Freund" des jeweiligen internationalen Promis zu bekennen, der in einem Steckbrief dargestellt wird. Daraus wird ein Ranking ermittelt.

Es darf gedisst werden. Übrigens auch gegen andere User: Wem der Kommentar des vorherigen Schreibers nicht passt - ein Klick auf den Button „Petzen" genügt, um der Redaktion bescheid zu sagen. Wer ein noch größeres Mitteilungsbedürfnis hat - es gibt Links zu Twitter und Facebook.

Die Zielgruppe: Das Portal richtet sich an Frauen zwischen 20 und 49 Jahren. Vor allem an solche, die sich an Paparrazzi-Bildern und Peinlichkeiten der Stars nicht satt sehen können. Für sie gibt es zum Beispiel die Klickstrecke „Blau wie die Haubitzen - Promis im Suff". Auch die Fotos können kommentiert werden.

Der Aufbau: Wirklich trennscharf sind die einzelnen Rubriken (unter anderem News & Gossip, Zoom, Fotos) nicht. Das macht aber auch nichts, denn wer sich hier durchklickt, wird sich ohnehin an den neon-farbenen Headlines orientieren, die das Design der auf schwarzem Hintergrund gestalteten Sites dominieren. Diese lauten zum Beispiel „Skandal-Pete nach Suff-Pöbelei verhaftet" und „Rosenkrieg um eine Klobrille".

Die Werbung: Werbeplatzierungen werden großflächig auf der Startseite eingebunden. Zu Beginn werben hier Tchibo und Weight Watchers. Neben den klassischen Formen soll es auch Platz für Advertorials und Branded-Entertainment-Angebote geben - davon ist allerdings noch nichts zu sehen. se
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