Klappe 2: "Süddeutsche Zeitung" bringt Film-Klassiker auf DVD

Montag, 14. Februar 2005
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Die "Süddeutsche Zeitung" setzt ihre Nebengeschäftsaktivitäten mit dem Start einer Film-Bibliothek auf DVD am 5. März fort. Im Rahmen der "SZ-Cinemathek" wird Woche für Woche ein Film von der Feuilleton-Redaktion vorgestellt und zeitgleich für 9,90 Euro in den Handel gebracht. Die Filmauswahl reicht vom "Kultfilm bis zum Klassiker". Neben der Feuilletonredaktion, die im Blatt auf die jeweiligen Titel eingeht, sollen prominente Gastkritiker wie Helmut Dietl, Wim Wenders oder Caroline Link für Filme für die Filme werben, darunter "Rio Bravo", Blow up", "Lost Highway" und "Wilde Erdbeeren".

Neben den Münchnern haben auch der "Stern" und die "Zeit" eine Filmedition auf den Markt gebracht. Allerdings unterscheiden sich die Modelle grundsätzlich: Während die "Süddeutsche Zeitung" die DVDs wie schon bei der SZ-Bibliothek über den Buchhandel, Fachhandel oder direkt über den Verlag vertreibt, koooperiert die "Zeit" mit dem Online-Versandhaus Amazon. Nur über diesen Vertriebsweg erhalten Interessierte die Möglichkeit, DVDs aus der 50-teiligen Serie unter dem Namen "Juwelen der Filmgeschichte" zu ordern.

Beim SV sieht man in der "Zeit"-Aktion auch den Versuch, das eigene Projekt zu torpedieren. Die Titel der "Zeit"-Edition haben im Gegensatz zur Aktion von "Süddeutsche" und "Stern" keinen einheitlichen Preis und werden auch nicht unter einem verbindenden "Zeit"-Signet verkauft. Für die "SZ" war die Nebengeschäftstätigkeit nach Angaben von Geschäftsführer Klaus Josef Lutz bislang ein durchaus lohnendes Unternehmensfeld. Insgesamt verkaufte das Münchner Zeitungshaus knapp 12 Millionen Bücher und erlöste 2004 damit mehr als 20 Millionen Euro. In diesem Jahr sollen vor allem dank des DVD-Verkaufs die Erlöse auf 30 Millionen Euro gesteigert werden. nr
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