Klambt will IVW-Kategorie „wöchentliche Modezeitschriften" einführen

Donnerstag, 10. Juni 2010
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Seit vier Monaten ist der jüngste Spross der Mediengruppe Klambt „Grazia" auf dem Markt - und das mit Erfolg. Laut Unternehmen liegen die Durchschnittsverkäufe pro Ausgabe wöchentlich bei 150.000 Exemplaren - und erzielen damit die Garantieauflage. Rund 80 Prozent entfallen dabei nach eigenen Angaben auf Einzel- und Aboverkauf. Im 3. Quartal können sich die Anzeigenkunden auch offiziell davon überzeugen: Dann soll es nach Plänen des Sales-Geschäftsführers Martin Fischer die erste IVW-Meldung geben. Und noch mehr: Klambt möchte für das Heft eine neue IVW-Kategorie beantragen, „wöchentliche Modezeitschriften."

Bislang differenziert der Auflagendienst nur zwischen „wöchentlichen Frauenzeitschriften" und „Aktuellen Zeitschriften und Magazinen", wobei in letztere die People-Titel „Gala", „Bunte", „Intouch", „Life & Style" sowie die Klambt-Joint-Venture-Produkte „In" und „OK" fallen.

Vom People-Markt will sich „Grazia" nun besser abgrenzen. Auch einige Mediaexperten attestieren im HORIZONT-Titel-Check dem Magazin, einer Lizenzmarke des Mondadori-Verlags, noch Nachholbedarf bei der Positionierung. se

Lesen Sie auf der folgenden Seite das Kurzinterview mit Martin Fischer, Geschäftsführer Sales der Mediengruppe Klambt, zu den IVW-Plänen.
Martin Fischer: „Grazia" wird fälschlicherweise oft als People-Magazin wahrgenommen
Martin Fischer: „Grazia" wird fälschlicherweise oft als People-Magazin wahrgenommen
„Grazia" eröffnet 2010 die Mercedes-Benz Fashion Week. Wie passt das zur Positionierung des Magazins?

Martin Fischer:
Dieses Event unterstützt die Positionierung der „Grazia" als Fashion Weekly. Das Genre existiert in Deutschland nicht und muss noch „gelernt" werden - anders als etwa in Frankreich, wo neben „Grazia" zum Beispiel auch „Elle" wöchentlich erscheint.

Wenn das Genre noch nicht gelernt ist - wie wollen Sie das ändern?

Fischer: Wir möchten bei der IVW nach Listung der „Grazia" ab dem 3. Quartal versuchen, dass das Segment der „wöchentlichen Modezeitschriften" mitaufgenommen wird, da „Grazia" fälschlicherweise oft als People-Magazin wahrgenommen wird.

„Grazia" war der bislang größte Launch in der Geschichte von Klambt. Wie entwickelt sich das Magazin?

Fischer:
„Grazia" war nicht nur unser größter Launch, er ist bisher auch der erfolgreichste. Wir haben vom Start weg unsere garantierte Auflage von 150.000 Exemplaren erreicht und ein sehr zufriedenstellendes Anzeigengeschäft etabliert.

Das heißt?

Fischer:
Im Anzeigenmarkt wollen wir in diesem Jahr die 1000-Seiten-Schallmauer durchbrechen. Hier partizipieren wir, insbesondere im High-End-Bereich, von der internationalen Akzeptanz der „Grazia". Interview: se

Wie Media- und Designexperten über „Grazia" urteilen, lesen Sie im HORIZONT-Titel-Check, der am heutigen Donnerstag, den 10. Juni, erscheint.
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