Klambt: Neues Frauenmagazin "Look" startet am 11. Februar 2010

Dienstag, 03. November 2009
So sieht der neue Frauentitel "Look" aus
So sieht der neue Frauentitel "Look" aus

Der Vorhang öffnet sich: Die neue wöchentliche Frauenzeitschrift, mit der die Mediengruppe Klambt bei einer "opulenten Magazin-Premiere für Furore sorgen" (O-Ton Verlag) will, heißt: "Look". Die erste Ausgabe wird am 11. Februar 2010 an den Kiosken liegen, die Garantieauflage des ab dann donnerstags erscheinenden Titels liegt bei 150.000 Exemplaren (Druckauflage zum Start: 500.000 Stück). Die langfristigen Verkaufserwartungen rangieren bei 200.000 Heften. Der Copypreis soll um die 2 Euro liegen. Die Gruppe gewährt erstmals einen Blick auf das ambitionierte Projekt, das Verleger Lars-Joachim Rose als "das wichtigste für Klambt bisher" bezeichnet, oder, um mit dem Verlag zu sprechen: auf den "nächsten großen Zeitschriften-Meilenstein" nach dem Launch seines People-Magazins "OK" Anfang 2008. Der Verlag investiert einen niedrigen achtstelligen Betrag in die Entwicklung von "Look".

Klambt-Verleger Lars-Joachim Rose verspricht "großen Zeitschriften-Meilenstein"
Klambt-Verleger Lars-Joachim Rose verspricht "großen Zeitschriften-Meilenstein"
Konzipiert wird das Magazin, das ein "Hochglanz-Crossover aus Stylethemen, People und News" werden soll, von einem 30-köpfigen Team um Klaus Dahm seit knapp einem Jahr am "OK"-Redaktionssitz in Hamburg. Dort wird "Look" auch künftig seinen Verlags- und Redaktionssitz haben. Dahm war zuvor bereits (Entwicklungs-) Chefredakteur von "OK". Den neuen Titel will Klambt alleine, ohne Joint-Venture-Partner, herausbringen - anders als bei "OK" (Partner: Northern & Shell) und "In" (G+J). Das Heft "vereint die große mondäne Fashion-Welt mit dem Beat eines wöchentlichen Newsmagzins", sagt Dahm. Neben Mode- und Beautythemen runden Peoplegeschichten, Entertainment, Lifestyle, Metropolentipps, Nachrichtenstories und Reportagen das redaktionelle Spektrum ab. Kurzmotto laut Dahm: "News und Shoes".

Bis jetzt war nur bekannt, was "Look" nicht werden soll: Weder ein Abklatsch noch eine Lizenzausgabe der italienischen "Grazia" (Lizenzinhaber: Mondadori), auch kein "Vanity Fair" (in Deutschland von Condé Nast im Februar 2009 eingestellt) für Frauen. Daneben kursierten Beschreibungen à la "höherwertiges ,In‘" (von Klambt 2005 gelauncht) und „boulevardeskes ,Park Avenue‘" (von G+J Ende 2008 eingestellt). Manche spekulierten gar über ein zweites "Marie Claire" (in Deutschland 2003 von G+J eingestellt).

Konzipiert den neuen Wochentitel: Klaus Dahm
Konzipiert den neuen Wochentitel: Klaus Dahm
Rose möchte diese Vergleiche als Versuche, das Unfassbare zu greifen, nicht hören: "Look" solle vielmehr eine "Zeitschriften-Innovation" werden, ein ganz und gar eigenständiger Lifestyletitel, wie es ihn auf dem deutschen Markt bisher nicht gebe und der sämtliche Genres der Frauenpresse vereine. Er habe sich indes von den britischen Ausgaben der Frauenmagazine "Gracia" und "Look" inspirieren lassen, so Rose gegenüber HORIZONT.NET. Kernzielgruppe seien 4,9 Millionen an den "Look"-Themen interessierte Frauen zwischen 25 und 40 Jahren - "urbane Hedonistas", sagt Vermarktungschef Martin Fischer. Eine Anzeigenseite kostet 11.500 Euro. In Kürze startet eine millionschwere Werbekampagne auf allen Kanälen (Agentur: Eisbrecher, Stuttgart).

Der Zeitschriftentitel "Look" taucht übrigens nicht zum ersten Mal auf dem deutschen Markt auf: 2006 hatte zuletzt Gruner + Jahr den Namen besetzt, für ein Zwei-Marken-Experiment zur Verjüngung seines damaligen Magazins "Frau im Spiegel". Der Versuch war allerdings gescheitert; G+J hat seinen Traditionstitel "Frau im Spiegel" mittlerweile an die WAZ-Gruppe verkauft - und der Name "Look" war seitdem wieder frei. rp
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