Klage von Radio Hamburg gegen DFL und Hamburger Fußballvereine abgewiesen

Montag, 29. April 2002
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DFL Hamburg Klage Hörfunkrechte HSV Landgericht FC St. Pauli


Das Landgericht Hamburg hat die Klage von Radio Hamburg gegen die Deutsche Fußball Liga (DFL) sowie gegen die Hamburger Fußballvereine HSV und FC St. Pauli im Streit um die Hörfunkrechte bei der Fußball-Berichterstattung abgewiesen. Der Sender hatte eine unentgeltliche Radioberichterstattung aus den Stadien gefordert. Das Gericht hat jedoch entschieden, dass Radiokanäle für die Live-Berichterstattung eine "über einen Aufwendungsersatz hinausgehende Vergütung" zahlen müssen.

Den Vereinen und der DFL stünden die Hörfunkrechte im Sinne eines selbstständig verwertbaren Wirtschaftsgut zu. Radio-Hamburg-Geschäftsführer Bertram Schwarz will weitere Maßnahmen einleiten: "Wir werden zusammen mit unserem Verband VPRT in der nächsten Instanz um die Freiheit der Berichterstattung bei Live-Ereignissen kämpfen". Nach Meinung des Verbands Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT) ist die Hörfunk-Live-Berichterstattung Teil der im Grundgesetz festgeschriebenen Rundfunkfreiheit.
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