Kircher Burkhardt verpasst Augsburger Allgemeinen Neuanstrich

Freitag, 04. Mai 2007
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Die Tageszeitung "Augsburger Allgemeine" und der ebenfalls zur Mediengruppe Pressedruck gehörende Titel "Allgäuer Zeitung" präsentieren sich mit aufgefrischter Optik und veränderten Inhalten. Mit dem von der Berliner Agentur Kircher Burkhardt gestalteten Relaunch will die "Augsburger Allgemeine" laut Walter Roller, stellvertretender Chefredakteur, "in den nächsten zwei Jahren eine Auflagenstabilisierung erreichen". Seit Anfang 2000 ist die verkaufte Auflage nach IVW-Angaben um 6 Prozent auf 349.138 Exemplare gesunken. Um vor allem jüngere Leser zu gewinnen, soll die Zeitung "moderner und emotionaler erscheinen", erklärt Andreas Langner, Leiter strategisches Marketing. So wird zur Erleichterung der Navigation im Blatt ein Farbleitsystem eingesetzt und die Schriftarten Clear Face sowie News Plantin sollen eine großzügigere Optik schaffen. Eine klarere Hierarchisierung der Themen und Schnell-Lese-Elemente wie Infokästen, Tabellen sowie Grafiken dienen der Lesefreundlichkeit.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Kommentaren und Hintergrundberichten, für die künftig mehr Raum zur Verfügung steht. Darüber hinaus ist der Standpunkt der Leser verstärkt gefragt. Der Bereich für Leserbriefe und -fotos wurde ausgebaut, die Redaktion will häufiger Umfragen durchführen und die E-Mail-Adressen der Autoren unter den Beiträgen sollen zur Diskussion animieren.

Gleiches gilt für das Internetangebot. Zahlreiche Web-2.0-Anwendungen laden User zum Mitmachen ein. Eine überarbeitete Navigation, ein an der Zeitung orientiertes Design sowie eine größere Zahl an Videos und Bildern runden die Website ab. Für eine stärkere Vernetzung zwischen Online- und Printausgabe sorgt ab Mitte Juli ein multimedialer Newsroom.

Parallel zum Relaunch startet die "Augsburger Allgemeine" im Verbreitungsgebiet Südwestbayern eine Kampagne, die Scholz & Friends in Berlin entwickelt hat. Die Maßnahmen umfassen Plakate, CLPs, 18/1 sowie Kino-, Hörfunk- und TV-Spots. bn

Mehr dazu lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe 18/2007 vom 4. Mai.

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