Kirch will Scheidung von Universal Studios

Montag, 20. Dezember 1999

Die Kirch-Gruppe versucht, vor einem US-Gericht eine Aufhebung ihres Vertrags mit dem Filmkonzern Universal Studios zu erreichen. In der Klageschrift heißt es, Universal habe seine Verpflichtungen aus einem Abkommen über Exklusivrechte an Fernseh- und Kinofilmen sowie TV-Serien nicht erfüllt. Kirch verlangt zudem zwei Milliarden Dollar (etwa 3,9 Milliarden Mark) Schadensersatz von Universal. Kirch kritisiert vor allem die Änderungen im Output der Universal Studios: Zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses hatte Universal nach Angaben von Kirch 20 bis 30 Kinofilme pro Jahr produziert oder über ihre Exklusivrechte verfügt. Bis 1999 sei die Zahl auf zehn Filme gesunken. Außerdem sei der Konzern zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses für erfolgreiche Aktion- und Abenteuerserien wie "Miami Vice" und "Quincy" bekannt gewesen. Inzwischen habe sich die Fernseh-Abteilung von Universal jedoch auf Wrestling-Shows und Sitcoms verlagert, die in Europa wenig Anklang fänden. Die Universal Studios wiesen die Vorwürfe zurück.
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