Kirch unterliegt gegen die Deutsche Bank

Dienstag, 31. März 2009
Leo Kirch musste vor Gericht eine Schlappe einstecken
Leo Kirch musste vor Gericht eine Schlappe einstecken

Die Deutsche Bank hat im Dauerstreit mit dem Medienunternehmer Leo Kirch einen Etappensieg errungen. Das Landgericht München hat eine von zwei Schadensersatzklagen des einstigen Medienzaren abgewiesen. Zwischen den 17 Kirch-Gesellschaften, die als Kläger auftraten, und der Deutschen Bank habe keine Vertragsbeziehung bestanden, sagte die Richterin Brigitte Pecher zur Begründung. Kirch wollte Schadensersatzforderungen von über 2 Milliarden Euro geltend machen. Kirch kann gegen das Urteil Berufung einlegen.

Der Bundesgerichtshof hatte 2006 festgestellt, dass die Deutsche Bank und ihr damaliger Chef Rolf Breuer eventuelle Schäden ersetzen müssen. Dies gilt allerdings nur für das Kirch-Tochterunternehmen Print-Beteiligungs GmbH, mit der eine Geschäftsbeziehung bestand. Die Print-Beteiligungs GmbH hielt unter anderem die Anteile von Leo Kirch an Axel Springer. Über die Entschädigung für diese Beteiligungen entscheidet das Gericht frühestens im Mai.

Der damalige Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank Rolf Breuer hatte im Febraur 2002 in einem Interview die Kreditwürdigkeit der Kirch-Gruppe in Frage gestellt. Kurz darauf ging der Medienkonzern pleite. Kirch macht Breuer für den Zusammenbruch seiner Firmengruppe verantwortlich und überzieht Breuer und die Deutsche Bank seitdem mit Klagen. dh
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