Kirch trennt sich von Formel 1

Mittwoch, 20. Februar 2002

Die 58-prozentige Beteiligung der Kirch Gruppe an der Formel 1 steht nach Informationen der "Financial Times" zum Verkauf. Kirch hatte die Mehrheitsbeteiligung an der Sportholding SLEC für 1,6 Milliarde Euro übernommen und durch die zusätzlichen Verbindlichkeiten die Finanzkrise des Konzerns erheblich verschärft.

Unklarheit herrscht über potenzielle Kaufinteressenten: So galt bis vor kurzem noch der Formel 1 Begründer Bernie Ecclestone als Interessent, allerdings soll er nur 800 Millionen Euro für die Kirch-Anteile geboten haben. Max Mosley, der Chef des Formel-1-Verbandes Verbandes FIA, bezweifelte allerdings öffentlich, dass mit einem Comeback Ecclestones zu rechnen sei: "Es scheint keinen Grund zu geben, aus dem er sie haben wollte."

Doch Mosley bestätigte auch, dass es Indizien für Ecclestones Rolle als Zwischenhändler gebe. Eine Gruppe von in der Formel 1 engagierten Autoherstellern habe eine Offerte angedeutet. Dazu gehörten Daimler-Chrysler, Fiat, Renault. Ein direktes Angebot der Kirch-Gruppe hatten die Konzerne zuvor allerdings abgelehnt.
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