Kirch bekommt Finanzierungszusage von österreichischer Bank

Mittwoch, 23. Januar 2008
Leo Kirch kann Bankbürgschaft offenbar vorlegen
Leo Kirch kann Bankbürgschaft offenbar vorlegen

Leo Kirch hat offenbar die notwendige Bankbürgschaft für seinen Bundesliga-Deal in der Tasche. Wie das Onlineportal der "Süddeutschen Zeitung" berichtet, steht Kirchs Vermarktungsagentur Sirius kurz vor einem Vertragsabschluss mit der österreichischen Raiffeisen Zentralbank. Kirch hatte im Oktober von der Deutschen Fußball Liga (DFL) den Zuschlag für die Vermarktung der Fußball-Bundesliga von 2009 bis 2015 bekommen. Dafür garantiert er den Vereinen Einnahmen in Höhe von insgesamt rund 3 Milliarden Euro, rund 500 Millionen pro Saison. Bislang drohte der Vertrag daran zu scheitern, dass keine Bank das Geschäft absichern wollte. Bis Ende Januar muss Kirch einen sogenannten "Letter of Comfort", also die Finanzierungszusage eines Geldhauses vorlegen. Verhandlungen mit der Commerzbank waren ohne Ergebnis abgebrochen worden, womöglich auch weil eine pikante Personalie bekannt wurde: Der Geschäftsführer von Sirius, Ulrich Blessing ist der Bruder des designierten Commerzbank-Chefs Martin Blessing.

Weder die Raiffeisen Zentralbank noch Sirius wollten unter Hinweis auf österreichische Bankwesengesetz einen bevorstehenden Vertragsabschluss bestätigen.

Derweil verdichten sich die Hinweise, dass die DFL bereit ist, dem Pay TV zugunsten höherer Einnahmen mehr Exklusivität zuzugestehen. Der derzeitige Rechteinhaber Premiere hat immer wieder gefordert, die Spielberichte im Free TV erst ab 22 Uhr zu zeigen. Bei der letzten Vergabe der Rechte im Jahr 2005 war Premiere noch an seinen Maximalforderungen gescheitert und hatte die Bundesliga-Rechte an Arena verloren.
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