Kirch Media und Pro Sieben Sat 1 Media blasen Fusion ab

Donnerstag, 21. März 2002

Während der neue Premiere-Chef Georg Kofler gerade seinen ehrgeizgen Rettungsplan für den angeschlagenen Pay-TV-Sender Premiere im Aussichtsrat durchgeboxt hat, ist der zweite große Traum des Münchner Medienunternehmers Leo Kirch zerplatzt.

Kirch Media und Pro Sieben Sat 1 Media hätten sich darauf verständigt, das im September 2001 angekündigte Fusionsvorhaben nicht weiter zu verfolgen, heißt es offiziell: "Die Geschäftsführung von Kirch Media und der Vorstand der Pro Sieben Sat 1 Media sind gemeinsam zu der Auffassung gekommen, dass sich eine Fusion angesichts des gesamtwirtschaftlichen Umfelds und der gegenwärtigen Situation der Kirch-Gruppe auf absehbare Zeit nicht durchführen lässt."

Gleichzeitig werde geprüft, inwieweit sich die bei der Fusionsvorbereitung identifizierten Einsparpotenziale realisieren ließen. Offen ist derzeit auch die Frage, was aus den bereits verkündeten Personalstrukturen wird für die fusionierte Holding wird. Fernsehchef des fusionierten Konzerns sollte Urs Rohner, Vorstandschef der Pro Sieben Sat 1 Media werden. Seit einigen Wochen schon kursieren allerdings Gerüchte in der Branche, dass Rohner sich demnächst wieder in seine Schweizer Heimat zurückziehen wolle. Dort sitzt er seit kurzem im Aufsichtsrat von Swiss Air.
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