Kirch Media überprüft Geschäftsfelder

Montag, 08. April 2002

Kirch Media will die Insolvenz in Eigenverwaltung nutzen, um alle Unternehmensbereiche abzustoßen, die nicht zum Kerngeschäft gehören. Künftig sollle sich die Holding auf den Betrieb der TV-Sender und den Film- und Sportrechtehandel konzentrieren, erklärte Wolfgang Hartmann, Sprecher der Bankengruppe, auf einer Pressekonferenz in München.

Damit wird ein Ende für den defizitären Sportsender DSF sowie für die Internetfirma Kirch Intermedia immer wahrscheinlicher.

Eine erste Überprüfung der Firmengruppe hat nach Angaben des Insolvenzverwalters Wolfgang von Betteray ein Einsparpotenzial in dreistelliger Millionenhöhe ergeben. Auch der Deutsche Fußballbund wird um einen Sanierungsbeitrag nicht herumkommen: Das Insolvenzrecht gibt Kirch Media die Möglichkeit, aus dem laufenden Vertrag für die Ausstrahlung der Bundesliga auszusteigen.
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