Kirch-Krise: Übernahme Springer-Anteile durch Bankkonsortium gescheitert

Montag, 13. Mai 2002

Das Konsortium aus Commerzbank, Bayerischer Landesbank und Dresdner Bank wird nun doch nicht den 40-prozentigen Anteil der Kirch-Gruppe am Axel-Springer-Verlag übernehmen. Nachdem sich der Verlag und die Banken nicht über eine Entvinkulierung, also die Weitergabe der Aktien ohne Zustimmung des Vorstands und Aufsichtsrats des Springer-Verlags, einigen konnten, hat die Commerzbank ihr Mandat zurückgegeben.

Die Bank wollte die Anteile nach einer Haltefrist von bis zu drei Jahren an die Börse bringen. Weil der Deal nicht zustande gekommen ist, wird das Aktienpaket an die Deutsche Bank fallen. Bei der ist das Paket nämlich als Sicherheit für einen Kirch-Kredit in Höhe von 720 Millionen Euro hinterlegt, der gestern fällig geworden ist.
Meist gelesen
stats