Kirch-Krise: Springer akzeptiert Aktien

Donnerstag, 21. Februar 2002

Im Tauziehen um die Put-Option des Axel-Springer-Verlags ist es offenbar zu einer Einigung mit Kirch gekommen. Wie das "Handelsblatt" berichtet, soll der Hamburger Verlag nun nicht mehr auf Zahlung der vollen 767 Millionen Euro bestehen, die Springer für die Rückgabe seiner 11,5-prozentigen Beteiligung an Pro Sieben Sat 1 Medien zustehen. Döpfner und Kirch sollen sich darüber geeinigt haben, dass lediglich 200 Millionen Euro in bar zu zahlen sind und der Rest in Form einer Aktienbeteiligung an Kirch Media abgegolten werden könne.

Unterdessen soll sich Rupert Murdoch in Berlin zu Beratungen mit Bundeskanzler Gerhard Schröder und Bertelsmann-Chef Thomas Middelhoff getroffen haben. Gerüchten zufolge ist Murdoch immer noch daran interessiert, bei einer möglichen Insolvenz Kirchs stärker bei Kirch Media einzusteigen. Den Pay-TV-Sender Premiere World, an dem Murdoch mit 22 Prozent beteiligt ist, soll Murdoch erneut als hoffnungslosen Fall bezeichnet haben. Bertelsmann hingegen soll bekräftigt haben, kein Interesse an Teilen des Kirch-Imperiums zu haben.
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